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«Für mich gibt es nicht nur Ergötzliches»

Thomas Götz geht mit seinem Programm «Ergötzliches» ins achte Jahr. Der Satiriker zum Sinn von Satire, zu Tabuthemen und böse Mail von Menschen ohne Humor.
Interview: Dieter Langhart
Thomas Götz schlüpft in seinem Kabarettprogramm «Ergötzliches» in verschiedene Rollen: hier in die des Bauern Peterli. (Bild: Reto Martin)

Thomas Götz schlüpft in seinem Kabarettprogramm «Ergötzliches» in verschiedene Rollen: hier in die des Bauern Peterli. (Bild: Reto Martin)

Thomas Götz ist Weinfelder und Kabarettist. Das schliesst sich nicht aus. Sein Programm «Ergötzliches» ist stets rasch ausverkauft – die Zuschauer wollen wissen, wie es um Land und Leute steht. Zu Thomas Götz’ Rollen gehören Napoleon, der parteilose Kantons- und Nationalrat Arnold Schnyder, dessen Schwester Sabine Schnyder und der Narr. Seit sechzehn Jahren steht Götz auf der Bühne, regelmässig auch bei der Bühni Wyfelde. Begonnen hat alles mit dem ersten Soloprogramm «Ohne Halt bis Bern». Für «Ergötzliches» produziert Daniel Felix die Filmeinspielungen und unterstützt Thomas Götz bei den Moderationen.

Thomas Götz, Sie haben im letzten «Ergötzliches» die Sozialdetektive aufs Korn genommen. Die Initiative wurde in der Ostschweiz angenommen – aber im Thurgau am wenigsten deutlich. Kann Satire also etwas bewegen?

Sie machen mir Hoffnung.

Wenn jetzt eine Initiative gegen Satiriker und Satirikerinnen käme, was würden Sie unternehmen?

Dann ginge ich in die Politik, um mich auszutoben.

Auch wenn Satiriker noch nicht abgeschafft werden: Haben Sie noch nie ans Aufhören gedacht?

Warum sollte ich. «Ergötzliches geht bereits ins achte Jahr und ist beliebter denn je. Im Februar ist eine zusätzliche Vorstellung von einer Firma gebucht worden. Ausserdem gibt es für mich nicht nur «Ergötzliches», ich bin kabarettistisch in vielen anderen Missionen unterwegs, man kann mich buchen.

Sie könnten doch zum Beispiel Berater werden, so wie viele Chefs, die bei Firmen­fusionen überflüssig werden.

Ich berate lieber das Volk als Narr, als dass ich unternehmerische Narreteien begehe.

Wenn die Schweizer Satiriker fusionieren müssten: Wer würde dann wohl oberster Chef?

Ich glaube, Frau Magdalena Martullo-Blocher könnte sich das Amt ersteigern und auch die letzten unabhängigen Satiriker mit finanziellen Anreizen auf den rechten Weg bringen. Und als Alters- und Ehrenpräsident würde sich natürlich Viktor Giacobbo anbieten.

Und wer könnte dann verschwinden?

Ich. Freiwillig. Ich lasse mich doch nicht von Frau Martullo-Blocher unterjochen.

Verraten Sie uns zwei, drei der Themen, die Sie beim neuen «Ergötzlichen» ansprechen?

Start in den Wahlkampf, Revolution in Europa, Schildbürger in der Thurgauer Kulturszene.

Gibt es auch Tabuthemen?

Das Privatleben von SVP-Nationalrat Thomas Aeschi.

Haben Sie sich schon mal in die Nesseln gesetzt und böse Briefe bekommen?

Ab und zu ein böses Mail von Menschen ohne Humor – die nehmen mich wenigstens ernst.

Sie laden an jeder der drei Vorstellungen einen anderen Gast ein. Nach welchen Kriterien? Diesen Monat zwei Frauen, ein Mann! Zufall?

Ich suche Gäste, die etwas zu sagen haben, ob Mann oder Frau.

Do–Sa, 21.–23.2., 20.15 Uhr, Theaterhaus Thurgau. Restkarten an der Abendkasse ab 19.15 Uhr. theaterhausthurgau.ch

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