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Balzanpreis für Terre des Hommes

In Mailand sind gestern die diesjährigen Balzan-Wissenschaftspreise bekannt gegeben worden. Zu ihnen gesellt sich ein Sonderpreis für die Kinderhilfsorganisation «Terre des hommes».
Rolf App
Blindtext Blindtext Blind Blind Blindtext Blindtext Blind Blind Blindtext (Bild: Getty)

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Alle paar Jahre vergibt die in Mailand und Zürich ansässige Balzan-Stiftung nicht nur ihre vier gegenwärtig mit 750000 Franken vergleichsweise hoch dotierten Wissenschaftspreise, sondern auch einen Sonderpreis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern. 2014 hat diesen Preis die französische Organisation «Vivre en Famille» erhalten, 2007 Karlheinz Böhm für seine Entwicklungsarbeit in Afrika, 2004 die Römer «Comunità di Sant’Egidio». In diesem Jahr geht der mit einer Million Franken dotierte Preis an das Kinderhilfswerk «Terre des Hommes», das 1960 vom Schweizer Journalisten Edmond Kaiser gegründet worden ist und heute in mehreren Ländern über Unterorganisationen verfügt.

Ein beispielhaftes Projekt in Mali

Belohnt wird damit, wie das Preiskomitee gestern in Mailand erklärte, «das weltweite Engagement von Terre des Hommes für die Verbesserung des täglichen Lebens der bedürftigsten Menschen, das heisst der Kinder und ihrer Familien». Besonders hervorgehoben wird das Simsone-Projekt in der Region von Ségou in Mali, «das es durch die Schulung von Pflegepersonal vor Ort ermöglicht, Neugeborene bei der Geburt zu retten und ihre Mütter wirksam ärztlich zu versorgen.» Es handle sich hier um ein Projekt, das gut auf andere Länder übertragen werden könne, erklärt Enrico Decleva vom Preiskomitee.

Neben dieser Honorierung einer besonderen humanitären Anstrengung stand bei der Bekanntgabe der Preise wie jedes Jahr die Wissenschaft im Zentrum. Der vom italienischen Journalisten Enrico Balzan initiierte Preis wird in zwei Bereichen vergeben: Einerseits in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Kunst, andererseits in Physik, Mathematik, Naturwissenschaften und Medizin.

Manch einer bekommt später den Nobelpreis

Diese breite Palette der Wissenschaftsbereiche ermöglicht es den beiden Preiskomitees, auch Wissenschaften und Wissenschaftler zu belohnen, die von den herkömmlichen Wissenschaftspreisen - etwa dem Nobelpreis - übergangen werden. Allerdings haben auch schon zahlreiche Balzan-Preisträger später einen Nobelpreis bekommen. Oder einen anderen hoch dotierten Preis. So ist vor wenigen Wochen bekannt geworden, dass die deutschen Kulturwissenschaftler Aleida und Jan Assmann im Oktober den diesjährigen Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten werden. Sie hatten erst im vergangenen November in Bern aus den Händen von Bundespräsidentin Doris Leuthard einen der Balzan-Preise für ihr auch politisch relevantes wissenschaftliches Schaffen entgegen genommen.

Vier ganz unterschiedliche Fachgebiete

Die jetzt vergebenen vier Preise waren für folgende Wissenschaftsgebiete ausgeschrieben worden: Sozialanthropologie, Globalgeschichte, Fluiddynamik und Chemische Ökologie. Sie gehen an folgende Wissenschaftler:

● Die britische Anthropologin Marylin Strathern von der University of Cambridge hat sich im Grossteil ihrer Forschung mit Geschlechterverhältnissen in verschiedenen Kulturen beschäftigt - und deshalb, wie das Preiskomitee lobend feststellt, das westliche Denken in Gegensatzpaaren wie Individuum/Gesellschaft, Mann/Frau, Natur/Kultur aufgegeben.

● Jürgen Osterhammel von der Universität Konstanz ist der bedeutende Vertreter einer Richtung der Geschichtswissenschaft, die sich globalen Entwicklungen zuwendet. Sein zuletzt im C.H.Beck-Verlag erschienenes Buch trägt denn auch den Titel «Die Flughöhe der Adler - Historische Essays zur globalen Gegenwart».

● Der Physiker Detlev Lohse ist seit 1998 Professor für Hydrodynamik an der Universität Twente in Enschede und erforscht unter anderem turbulente Strömungen.

● Eva Kondorosi vom Forschungszentrum der Ungarischen Akademie der Wissenschaften bekommt einen Bal-zan-Preis für ihre molekular- biologischen Forschungen.

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