Frei hinter Draht

Diese sorgfältig arrangierte Gruppenausstellung besuchten wir eigentlich wegen unserer Lokalkoryphäe, des Künstlers Otto Forster, der mit zahlreichen weiteren «Drahtkünstlern» die Räume von Erika Hartmann bespielt.

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Bild: Michel Canonica

Bild: Michel Canonica

Diese sorgfältig arrangierte Gruppenausstellung besuchten wir eigentlich wegen unserer Lokalkoryphäe, des Künstlers Otto Forster, der mit zahlreichen weiteren «Drahtkünstlern» die Räume von Erika Hartmann bespielt. Forster zeigt den wohlgenährten Kater «Samson» im Gitterwägelchen sowie zwei seiner bevorzugten Sujets: die Kühe «Emma & Selma». Berührt und überrascht wird man indes von neuen Namen und künstlerischen Zugängen, wie sie etwa der Toggenburger Illustrator Martin Senn schafft.

Er entwickelt mit seinen Drahtobjekten das zweckgebundene Material weiter, erzählt vom seelischen Zustand der Bedrängnis, vom inneren Hadern, vom Abseitsstehen, immer gespickt mit einer Prise Humor und Selbstironie. Ihm stellt die junge Anna Sonderegger filigranst gewebte, an Blattgerippe erinnernde «Drahtgefässe» gegenüber, sie könnten gar von den Insekten geformt worden sein, welche die aus Finnland stammende Anna-Liisa Aliesch in mannigfaltigen Farben, Formen und Grössen zwischen ihre Drahtgitter flicht. (bsg)

Opus zwei, Kirchgasse 3, bis 29. Mai