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Die Kleinste, aber die Hübscheste Für Eveline Florian waren die letzten acht Jahre als Präsidentin der Galerie vor der Klostermauer auch eine schöne und intensive Weiterbildung in Sachen Kunst.
Eveline Florian engagiert sich seit 2004 für die Galerie. (Bild: Urs Bucher)

Eveline Florian engagiert sich seit 2004 für die Galerie. (Bild: Urs Bucher)

Die Kleinste, aber die Hübscheste

Für Eveline Florian waren die letzten acht Jahre als Präsidentin der Galerie vor der Klostermauer auch eine schöne und intensive Weiterbildung in Sachen Kunst. «Ich fand es immer spannend, wie Kunstschaffende ticken, wie ich mich mit ihnen über die Inhalte ihrer Kunst auseinandersetzen konnte.» Zusammen mit dem vierköpfigen Vorstand will sie die Galeriearbeit nun in jüngere Hände legen.

Spezielles Häuschen

Neue, innovative Leute sind gefragt, die mit frischem Wind und frischen Ideen etwas bewegen wollen im ganz speziellen kleinen Häuschen an der Zeughausgasse. «Es ist die kleinste, aber die hübscheste Galerie der Stadt», sagt Eveline Florian, die als Geschäftsleiterin des Kaufmännischen Verbands arbeitet, aber auch nach der Klostermauer-Zeit der Kunst nicht abhanden kommt. Die gelernte Betriebswirtschafterin, die auch Kulturmanagement studiert hat, hat Einsitz im Vorstand des Kunstvereins und im Stiftungsrat des Kunstmuseums St. Gallen.

Plattform für Debütanten

«Die Galerie vor der Klostermauer war vor allem immer auch eine Plattform für junge Künstlerinnen und Künstler, die das erste Mal den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt haben», erklärt Eveline Florian die spezielle Ausrichtung. «Mich hätte es nie gereizt eine kommerziell denkende Galerie zu leiten. In der Klostermauer als bewusster Nische hatten wir immer auch Narrenfreiheit.»

Bei manchen Kunstschaffenden habe sie sofort gespürt: «Die werden ihren Weg machen.» Aber in der kleinen Galerie mit ihren winzigen zwei Räumen übereinander hätten auch Menschen ausgestellt, für die die Klostermauer der erste und letzte öffentliche Auftritt in Sachen Kunst war. «Aber der Schritt, sich überhaupt das erste Mal zu zeigen, ist für viele Kunstschaffende eine sehr wichtige Erfahrung, egal wie es dann weitergehen mag.» Eveline Florian hat sich auch schon vor ihrer Galeriearbeit, die sie 2004 vom inzwischen verstorbenen Künstler Bruno Steiger übernommen hat, für Kultur in der Stadt eingesetzt. So hat sie beim Aufbau des (alten) Kinok in St. Fiden mitgeholfen oder sich 1994 beim Theaterspektakel Max engagiert.

Schwieriges Umfeld

Eveline Florian und ihre Klostermauer-Kollegen hoffen auf eine junge, motivierte Nachfolge. Wenn diese nicht käme, hiesse das allerdings das Aus für die Galerie. «Aber so weit wird es hoffentlich nicht kommen», sagt die Noch-Präsidentin, die im Frühjahr nächsten Jahres den rund 120 Mitgliedern des Vereins eine neue Leitungsgruppe präsentieren will. Einen entsprechenden Aufruf im Magazin «Saiten» hat der Verein bereits lanciert. Auf die doch deutlich serbelnde Galerie-Szene der Stadt wirft Eveline Florian einen nachdenklichen Blick. «Für Kunst ist St. Gallen keine sehr offene Stadt», sagt sie. «Und Galerien brauchen ein entsprechendes starkes kunstinteressiertes Umfeld, welches hier nicht existiert.»

Die Startbedingungen für ein neues Klostermauer-Team seien aber gut. «Wir haben einen treuen Mitgliederstamm und ein wenig Vereinsvermögen, das durchaus reicht, um für die Klostermauer ein paar neue Ideen anzustossen», macht Eveline Florian Werbung für die zukünftige Vorstandsarbeit. Interessierte mit entsprechenden Ambitionen dürften sich bei ihr gerne melden.

Martin Preisser

Kontakt: info@klostermauer.ch

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