Folkige Söhne erfinden sich neu

Das Banjo ist weg. Die britische Erfolgsband Mumford & Sons hat sich von ihrem Markenzeichen getrennt. Das Saiteninstrument polarisierte: Die einen lieben es, die anderen finden es nervtötend.

Sereina Jörg
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Mumford & Sons auf dem Weg in eine neue Zukunft. (Bild: Universal Music)

Mumford & Sons auf dem Weg in eine neue Zukunft. (Bild: Universal Music)

Das Banjo ist weg. Die britische Erfolgsband Mumford & Sons hat sich von ihrem Markenzeichen getrennt. Das Saiteninstrument polarisierte: Die einen lieben es, die anderen finden es nervtötend. Jetzt will sich das Quartett ein neues Image verpassen; die Musiker um Sänger Marcus Mumford werfen sich in rockige Lederjacken statt in Anzug mit Weste. Entsprechend anders ist auch ihr drittes Album «Wilder Mind». Wiederholende Akkorde, dröhnendes Schlagzeug und poppige Melodien verführen zum Tanzen. Ihre Energie und ihr Charisma haben sie seit ihrem letzten Besuch vor vier Jahren nicht eingebüsst.

Auch Rhodes fehlt es nicht an Charme. Seine tiefe, leicht rauchige Stimme sorgt für Gänsehaut. Durch seine offene und sympathische Art ist der 28jährige David Rhodes ein Frauenschwarm. «Let it all go», eine seiner bekanntesten Balladen, ist ein Duett mit Birdy. Sparsam arrangiert der britische Newcomer Klavier und Gitarre. Wer sich an rhythmisch-intensiven Songs mit einem ordentlichen Schuss Romantik erfreut, sollte sein Konzert nicht verpassen.

Rhodes: Sternenbühne, 2.7., 19.45 Uhr/Mumford & Sons: Sitterbühne, 3.7., 18.00 Uhr