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Luzerner Filmtage: Flüchtling verliebt sich in eine Einheimische

Krieg, Unterdrückung, soziale Ungerechtigkeit oder auch der Klimawandel bedrohen Menschen in ihrer Existenz. Morgen, am Internationalen Tag der Menschenrechte, starten die Luzerner Filmtage zum Thema.
Regina Grüter
«Une saison en France» eröffnet die Filmtage «Menschenrechte» in Luzern. Das Drama lief letztes Jahr am Filmfestival von Toronto. (Bild: PD)

«Une saison en France» eröffnet die Filmtage «Menschenrechte» in Luzern. Das Drama lief letztes Jahr am Filmfestival von Toronto. (Bild: PD)

Der Französischlehrer Abbas (Eriq Ebouaney) flüchtet vor dem Krieg in der Zentralafrikanischen Republik nach Frankreich, wo er sich in eine Französin (Sandrine Bonnaire) verliebt. Sie bietet ihm und seiner Familie ein Dach über dem Kopf. Doch was, wenn er nicht als Flüchtling anerkannt wird? Das französische Drama «Une saison en France» von Mahamat-Saleh Haroun, der selbst während des Bürgerkriegs im Tschad emigrierte, eröffnet morgen die «Filmtage Menschenrechte Luzern» (ab Donnerstag regulär im Stattkino, Luzern).

Flüchtlingsschicksale, Krieg, Armut, Gewalt und Benachteiligung, aber auch Klimawandel – um 19 Uhr gibt Teres Graf von Comundo eine Einführung in die Themen der diesjährigen Film­tage. Die Organisation, früher Bethlehem Mission Immensee, setzt sich weltweit für soziale Gerechtigkeit ein.

Bis auf den Eröffnungsfilm sind es ausnahmslos Dokumentarfilme, die bis Samstag im Stattkino Luzern gezeigt werden. «Was muss getan werden, um Hunderttausende von Kindern zu retten, die die dreijährige IS-Herrschaft miterlebten? Wie können wir diese Kinder davor bewahren, selbst den Nährboden für den Terrorismus von morgen zu bilden?», fragen Francesca Mannocchi und Alessio Romenzi in «Isis, Tomorrow. The Lost Souls Of Mosul» (Samstag, 13.30 Uhr). «Welcome To Sodom» (Samstag, 16.30 Uhr) gibt in gewaltigen Bildern Einblick in eine unfassbare Lebensrealität. 6000 Menschen leben und arbeiten auf der grössten Elektroabfalldeponie der Welt nahe der Stadt Accra in Ghana. Die österreichische Doku lief am diesjährigen Zurich Film Festival im «Fokus: Schweiz, Deutschland, Österreich» und erhielt eine besondere Erwähnung.

«Eldorado» von Imhoof ­ im Schulfilmprogramm

«Easy Lessons» (Samstag, 20.30 Uhr) begleitet die 17-jährige Kafia. Vor zwei Jahren floh sie allein nach Ungarn, um einer Zwangsheirat in Somalia zu entgehen. Die 30-jährige ungarische Regisseurin Dorottya Zurbó stellt die Frage: Was heisst es, am Übergang ins Erwachsenenalter mit der Vergangenheit zu brechen und sich in Europa ein komplett neues Leben aufzubauen.

Im öffentlichen Schulfilmprogramm laufen Markus Imhoofs «Eldorado» (Dienstag, 14 Uhr), «Ovarian Psycos» (Mittwoch, 9.30 Uhr; eine feministische Gruppe von Latinas tritt des Nachts auf Velos der Gewalt in Eastside Los Angeles entgegen), «Anote’s Ark» (Donnerstag, 9.30 Uhr; ein Blick auf die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebensverhältnisse der Menschen auf Kiribati, ein Atoll im Pazifik) und «The Workers Cup» (Donnerstag, 14 Uhr; afrikanische und asiatische Fremdarbeiter in Katar veranstalten ihr eigenes Fussballturnier, während sie die Infrastruktur für die Fussballweltmeisterschaft 2022 errichten). Alle Filmvorführungen, bis auf «Easy Lessons», werden von einem vertiefenden Gespräch im Anschluss begleitet.

9. Filmtage Menschenrechte Luzern, 10.–15. 12., Stattkino Luzern; www.stattkino.ch/Tel. 041 410 30 60.

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