Am Samstag öffnen Schweizer Kinos wieder ihre Säle: Was die Besucher erwartet

Abstand, leere Sessel und eine Maskenempfehlung: Ab Samstag können wir wieder ins Kino. Welche Filme laufen denn nun überhaupt und wie soll man sich im Kino verhalten? Das erwartet Sie und das sollten Sie beachten.

Daniel Fuchs
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Testmodels zeigen die Abstandsregelung in einem Kinosaal der Arena Cinemas anlaesslich des Schutzkonzeptes für die Besucher.

Testmodels zeigen die Abstandsregelung in einem Kinosaal der Arena Cinemas anlaesslich des Schutzkonzeptes für die Besucher.

Ennio Leanza / KEYSTONE

Öffnen jetzt alle Kinos?

Bei Einhaltung der Schutzmassnahmen dürfen die Kinos ihre Säle ab Samstag wieder öffnen. Tipp: Zur Sicherheit Kino-Website ­konsultieren oder anrufen.

Welche Schutzmass­nahmen gelten?

Die wichtigste ist die Maximalzahl der Kinoeintritte. Veranstaltungen sind nur bis zu einer Obergrenze von 300 Leuten erlaubt. Zudem schreibt der Bund den Kinos vor, zwischen den Besuchern jeweils einen Sessel freizuhalten, um den Abstand zu wahren. Ausgenommen sind Familien, Lebensgefährtenetc. Zudem müssen die Kinos die Rückverfolgbarkeit derjenigen garantieren, die sich im Kino aufgehalten haben. Mehr dazu im Abschnitt zu den Tickets. Viele Kinos informieren über das Schutzkonzept auf ihren Websites.

Wie soll man sich ­verhalten?

Respektieren Sie bei einem Besuch die Anweisungen des Personals sowie die Distanz- und Hygieneregeln des Bundes. Beachten Sie die Bodenmarkierungen vor Eingang und Ausgang des Kinos und wahren Sie die Mindestabstände zu anderen Besuchern sowie Kinoangestellten. Masken sind zwar nicht obligatorisch, der Branchenverband Procinema propagiert das Tragen aber ausdrücklich, insbesondere wenn die Distanz nicht eingehalten werden kann. Die Kinos müssen keine Masken zur Verfügung stellen. Tipp: Eine Maske mitbringen. Wer einen Kinobesuch unbeschwerter geniessen kann dank Maske, der soll eine anziehen.

Was gibt es zu beachten beim Ticketkauf?

Gerade grosse Ketten wie Kitag oder Pathé, setzen ausschliesslich auf Online-Vorverkäufe. Das hat fast nur Vorteile: Niemand muss an der Kasse anstehen, es gibt keinen physischen Kontakt zum Personal, die Bezahlung wird elektronisch und damit virenfrei abgewickelt, die Platzreservation mit den notwendigen leeren Sesseln läuft automatisiert ab, und dank Hinterlegung von Kontaktdaten ist die Rückverfolgung gegeben. Bei manchen Kinos kann man vor Ort ein Ticket kaufen. Name und Telefonnummer müssen immer hinterlegt werden.

Was passiert mit den Daten?

Das Schutzkonzept verpflichtet die Kinos, die Daten 14 Tage lang aufzubewahren. Danach müssen sie vernichtet werden.

Welche Filme gibt es überhaupt zu sehen?

Neben «Richard Jewell» läuft am Samstag «Notre Dame», «Love Me Tender», «La fille au bracelet» und «Mina und die Traumzauberer» an. Daneben kommen viele Filme wieder auf die Leinwand, die kurz vor der Schliessung wegen der Pandemie in der Versenkung landeten, etwa der Schweizer Film «Mare», «The Perfect Candidate» oder der Gewinner des Fribourg Film Festival «You Will Die At 20». Auch die Kurzfilm-Sammlung «Lockdown Collection» zu Corona, welche Schweizer Filmemacher in den letzten Wochen in Kooperation mit SRF umgesetzt haben (wir berichteten), kommen auf die grosse Leinwand.