Voice of Switzerland
Nicole Bernegger: «Mein Baby hat für mich absolute Priorität»

Für die Siegerin von «The Voice Of Switzerland», Nicole Bernegger, ist klar: Sie will Musik-Karriere und Familie unter einen Hut bringen. «Es gibt ja ganz viele Sängerinnen, die das miteinander vereinbaren können», sagt die Baselbieterin.

Stefan Künzli
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Nicole Bernegger, der Liebling des Schweizer Fernsehpublikums.

Nicole Bernegger, der Liebling des Schweizer Fernsehpublikums.

Keystone

Es war ein emotionsgeladenes Finale: Die schwangere Nicole Bernegger hat am Samstagabend in der Kreuzlinger Bodensee-Arena die Herzen des Schweizer Fernsehpublikums erobert. Mit ihrem von Stress und Bligg komponierten Siegersong «No Matter» setzte sie sich gegen insgesamt vier Finalistinnen durch. Als Siegergeschenk erhält sie einen Plattenvertrag bei Universal.

Herzliche Gratulation zum Ihrem grandiosen Sieg bei «Voice Of Switzerland». Haben Sie gut geschlafen?

Tief und fest wie ein Murmeltier. Ich war auch ziemlich müde. Ich habe den Moment genossen, wir haben noch etwas gefeiert und Abschied genommen. Es war eine tolle Zeit, mit vielen tollen Leuten.

Ihr Siegersong «No Matter» stammt von Ihrem Coach Stress und seinem Rapper-Kumpel Bligg. Ein hochkarätiges Komponistenteam.

The Voice of Switzerland Siegerin Nicole
6 Bilder
Nicole und Stress singen ihr Duett im Finale von The Voice of Switzerland
Nicole Bernegger macht auch hochschwanger eine sexy Figur
Nicoles aller erster Auftritt im Finale von The Voice of Switzerland
Nicole Bernegger freut sich riesig mit ihrem Coach Stress
Nicole mit freudentränen in den Augen

The Voice of Switzerland Siegerin Nicole

Ja, das ist eine grosse Ehre für mich. Erst recht, weil der Song in diesen Tagen extra für mich komponiert wurde.

Wie geht es Ihrem Baby?

Sehr gut. Ich war auch noch beim Arzt diese Woche und es läuft alles nach Plan. Es muss ein musikalisches Baby werden (lacht).

Wie geht es jetzt weiter? Im Frühling soll ja das Album erscheinen.

Der genaue Zeitplan wird diese Woche noch mit meinem Label Universal besprochen. Im Mai erwarte ich ja mein drittes Kind. Diese Geburt, mein Baby, hat für mich absolute Priorität. Das ist für mein Baby und mich ganz wichtig. Ich werde deshalb sicher auch noch Mutterschaftsurlaub beziehen. Der Fahrplan für das Album wird insofern auch etwas fremdbestimmt. Aber ich bin sicher, dass wir einen Weg finden werden.

Sie sind Leadsängerin der Soul-Band «The Kitchenettes». Welche Rolle wird sie künftig spielen?

Ich bin sicher, dass die Band weiter bestehen wird und ich sie mit an Bord holen kann. Es wird ja auch Livekonzerte geben und da brauche ich eine gute Band. Wir sind eine gut eingespielte Truppe. Ich möchte nicht auf sie verzichten.

Wie stellen Sie sich Ihre Karriere mit drei Kindern vor?

Ich habe vorher ja schon viel Musik gemacht. Einfach nicht in einer solch grossen Öffentlichkeit. Wir kennen diese Situation also schon und sind bereits sehr gut organisiert. Die Familie wird mich dabei auch unterstützen. Es gibt ja ganz viele Sängerinnen, die das miteinander vereinbaren können. Ich glaube deshalb nicht, dass ich mich für die Familie oder Karriere entscheiden muss.

Mit Ihrem Sieg sind Sie Bestandteil einer Maschinerie. Haben Sie keine Angst vor dem Verlust Ihrer Unabhängigkeit und der künstlerischen Freiheit?

Nein, ich hoffe auf eine gute und befruchtende Zusammenarbeit. Wir müssen den Weg zusammen gehen, sonst klappt es nicht. Ich bin aber sehr zuversichtlich, denn schon bei «The Voice» war die Zusammenarbeit sehr partnerschaftlich. Ich lasse mich nicht in eine Rolle zwängen, die mir nicht entspricht oder passt.

Sind Sie eigentlich Baslerin oder Aargauerin?

Beides. Ich bin im aargauischen Möhlin, im schönen Fricktal, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Dann im Alter von 20 Jahren bin ich nach Basel gezogen, um dort Germanistik und Geschichte zu studieren. Heute wohne ich mit meiner Familie in Birsfelden, Baselland.

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