Fernsehen
Neue Kommissare für den Schweizer «Tatort»: SRF verlegt Kultserie nach Zürich

Das Schweizer Fernsehen beendet den Luzerner «Tatort» nach sechs Jahren. Ab nächstem Jahr spielt der Krimi in Zürich – mit neuem Personal.

Merken
Drucken
Teilen
Luzerner «Tatort – Kriegssplitter»
8 Bilder
Nurali Balsiger (Joel Basman) mit seinem verletzten Onkel (Jevgenij Sitochin) auf der Flucht.
Laura Balsiger (Magdalena Neuhaus, r.) entdeckt bei ihrer Schwägerin Nura Achmadova (Yelena Tronina, l.) eine Waffe.
Reto Flückiger (Stefan Gubser) mit seiner Affäre, Eveline Gasser (Brigitte Beyeler), im Hotelzimmer.
Nurali Balsiger (Joel Basman) erhält Besuch von seiner Zwillingsschwester Nura (Yelena Tronina).
Nura Achmadova (Yelena Tronina) wird über die Schweizer Grenze geschleust.
Liz Ritschard (Delia Mayer, r.)) und Corinna Haas (Fabienne Hadorn, mit dem Rücken zur Kamera) am Tatort. Links: Daniel Mangisch als toter Journalist.
Nura Achmadova (Yelena Tronina, l.) auf der Suche nach ihrer Vergangenheit. Rechts: Natalia Bobyleva als Ena Abaev.

Luzerner «Tatort – Kriegssplitter»

Daniel Winkler/SRF

Sefan Gubser und Delia Meyer ermitteln bald zum letzten Mal: Als Kommissare Reto Flückiger und Liz Ritschard sind seit sechs Jahren das Gesicht des Schweizer "Tatorts" in Luzern. Nun hat sich das Schweizer Fernsehen entschieden, die Produktion mit einem neuen Team nach Zürich zu verlegen.

Gubser und Meyer werden noch zwei Mal als Kommissare zu sehen sein. Die Filme werden dieses Jahr gedreht und nächstes Jahr gesendet. Danach ist für das Duo Schluss. "Wir waren immer mit ihnen im Gespräch und haben das Vorgehen mit ihnen abgesprochen", sagt SRF-Spielfilmchef Urs Fitze zum "Tages-Anzeiger".

Die Wahl fiel laut Fitze auf Zürich, weil die Stadt viel zu bieten habe, etwa Institutionen wie die Fifa oder Google und Banken. Gleichzeitig sei die Provinz nahe, weshalb man auch ländliche Fälle realisieren könne.

Wegen der schlechten Einschaltquote – kein "Tatort"-Team erreicht in Deutschland weniger Zuschauer als Luzern – erfolgt der Wechsel laut Fitze nicht: "Mit unseren eigenen Folgen erreichen wir auf SRF 1 regelmässig einen Marktanteil von über 30 Prozent. Würden wir den 'Tatort' wegen der Quote abbrechen, hätte der Entscheid von der ARD kommen müssen und das ist nicht der Fall." (mwa)

Sechsmal «Tatort» Luzern, siebeneinhalb Minuten Action: