Kino
Melanie Winigers Kinofilm: Ein finanzieller Horrortrip in 3D

Mit insgesamt drei Millionen Franken war die Produktion «One Way Trip 3D» ursprünglich budgetiert. Nun ist der Brutalo-Film im Kasten - und rund 300 000 Franken teurer als geplant.

Drucken
Teilen
 Für eine Szene wurde eine Kulisse in Brand gesteckt. (Fotos: Alex Spichale; Mathias Marx)
9 Bilder
 Action vor der brennenden Scheune.
 Horror à la Hollywood - made in Schlossrued
 Nach dem Dreh löscht die Feuerwehr die Kulisse.
 Eine Produktionsmitarbeiterin beschriftet die Klappe.
 Alles ist für den Dreh bereit.
 Der Dreh lockte zahlreiche Schaulustige an.
 Schloss Rued - ein unheimlicher Ort.
Die Dreharbeiten des 3D-Horrofilms «One Way Trip»

Für eine Szene wurde eine Kulisse in Brand gesteckt. (Fotos: Alex Spichale; Mathias Marx)

Gemäss Recherchen der Zeitung «Sonntag» fehlt aber nun viel Geld zur Fertigstellung des Horror-Streifens. Die Macher haben den Aufwand, einen 3-D-Film zu drehen, komplett unterschätzt. Einige Crew-Mitglieder warten sogar noch immer auf ihr Honorar vom letzten Herbst. «Es stimmt, der Film wird noch einmal rund 300000 Franken teuer als geplant», bestätigt Produzent Valentin Greutert von der zuständigen Produktionsfirma Hesse Greutert Film.

«Mangelnde Erfahrung mit der 3-D-Technik»

«One Way Trip 3D» wird von sämtlichen Schweizer Filmförderungsstellen, unter anderem auch dem Schweizer Fernsehen, und sogar vom österreichischen Filminstitut gefördert - doch die drehen den Geldhahn alle zu. Valentin Greutert: «Wir müssen die Mittel nun halt selber organisieren und weitere Privatgelder investieren.» Der Produzent räumt ein, dass die Budget-Explosion vor allem aufgrund «mangelnder Erfahrung mit der 3-D-Technik» zustande kam. «Wir brauchten am Filmset einfach viel mehr Zeit als eingeplant.» Und auch jetzt beim Schnitt, der noch bis zum Sommer dauert, wisse niemand wie es genau funktioniere und was dabei rauskomme. Man müsse viel üben und brauche enorm Zeit.

Und obwohl jetzt vor allem die Produktionskosten Kopfschmerzen verursachen, will man trotzdem nicht mit dem Desaster von Michael Steiners «Sennentuntschi» verglichen werden. Ohne die Millionen-Rettung von Constantin Film, wäre der Alpen-Thriller nie fertig geworden. «Ich bin sicher, wir werden im Juni mit der Postproduktion fertig sein und kriegen das Geld zusammen», so Greutert zuversichtlich. «Der Film wird dann im Spätherbst in die Kinos kommen.»

Aktuelle Nachrichten