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Blutrünstiger Film über den Menschenhandel

Der Regisseur von «Sicario 2» versteht sich auf Mafiafilme mit harten Kerlen. Im Sequel geht es um Menschenhandel und illegale Einwanderer. Das ist angesichts Donald Trumps Mauerfantasie hochaktuell.
Christian Jungen

«Sicario» von Denis Villeneuve ist einer der herausragenden Genrefilme der letzten Jahre. Er liess uns eintauchen in das Mexiko der Drogenkartelle, das er uns als danteskes Inferno zeigte – in einem zum Zerreissen spannenden Thriller.

Nun folgt das Sequel von Stefano Sollima, der als Regisseur von «Suburra» und «Gomorra» bewiesen hat, dass er sich auf Mafiafilme mit hart­gesottenen Kerlen versteht. Sein Film ist nicht einfach eine Fortsetzung, die den Erfolg des Originals wiederholen will. Drehbuchautor Taylor Sheridan («Hell or High Water») hat «Sicario» von Anfang an als Trilogie konzipiert. Seine Spezialität ist es, alte Westernmythen in zeitgenössisches Kino zu übersetzen.

Provozierter Krieg zwischen Drogenkartellen

Ging es im ersten Film um Drogenhandel, so dreht sich der neue Film nun um Menschenhandel und illegale Einwanderer – und wirkt im Lichte von Trumps ­Mauerfantasie wie eine kritische Reflexion von dessen Hardliner-Politik: Nach einer Reihe von Selbstmordanschlägen in den USA schiebt der Präsident die Schuld dafür den Mexikanern in die Schuhe – was sich als falsch erweist. Um sich zu rächen, will die CIA einen Krieg zwischen den mexikanischen Drogenkartellen vom Zaun brechen und das Chaos nutzen, um im grossen Stil aufzuräumen.

Agent Matt (Josh Brolin) heuert dafür den kolumbianischen Söldner Alejandro (Benicio Del Toro) an. Der Plan: Alejandro entführt die Tochter von Drogenbaron Carlos Reyes und lässt die Tat als Racheaktion eines verfeindeten Clans erscheinen. Die Operation geht schief, und Alejandro landet in den Fängen blutrünstiger Mafiosi. Sollima verwendet viel Zeit auf das Aushecken des Planes, wobei er die Gespräche der coolen Kerle in dunklen Räumen mit Unheil insinuierender, dissonanter Musik unterlegt.

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