FILM: Saga mit Gruselfaktor

In der Deutschschweiz startet morgen der Film «The Dark Tower». Damit wurde eines der umfangreichsten Werke des US-amerikanischen Horrorautors Stephen King verfilmt.

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Der britische Schauspieler Idris Elba spielt den gebrochenen Revolverhelden in «The Dark Tower». (Bild: Sony Pictures)

Der britische Schauspieler Idris Elba spielt den gebrochenen Revolverhelden in «The Dark Tower». (Bild: Sony Pictures)

Ein Revolverheld in einem Fantasyabenteuer, geschrieben von Horrorpapst Stephen King und mit Matthew McConaughey in der Rolle des Bösen: Klingt abgedreht, aber es funktioniert. Kaum einer lehrt besser das Fürchten als Stephen King – und das auch auf der Leinwand. Filme wie «Stephen King’s It» oder «Shining» gelten als Horrorklassiker. Nun kommt ein King-Film der etwas anderen Art in die Kinos: «The Dark Tower» ist ein Fantasyabenteuer auf Basis eines der umfangreichsten Werke des weltberühmten Schriftstellers.

Bedroht vom Mann in Schwarz

In der Saga wird Jake in New York von Visionen aus einer anderen Welt heimgesucht, in der ein dunkler Turm das Universum zusammenhält und vom «Mann in Schwarz» bedroht wird. Der begabte Junge, überzeugend gespielt von Nachwuchstalent Tom Taylor, bringt alles, was er sieht, auf Papier. Doch weder seine Mutter noch ihr neuer Mann glauben ihm. Als er durch eine Art Wurmloch in diese endzeitliche Welt aus seinen Visionen gelangt, trifft er «Revolvermann» Roland. Er ist der letzte seiner Art und damit der Einzige, der verhindern kann, dass der dunkle Turm und mit ihm alle Welten in den Untergang gestürzt werden. Mit Hilfe Jakes seherischer Fähigkeiten will er den «Mann in Schwarz» vernichten.

Doch Roland will damit nicht nur die Apokalypse verhindern, sondern sich auch für die Auslöschung seiner Familie rächen. Der britische Schauspieler Idris Elba spielt die Rolle des gebrochenen Revolverhelden in zahlreichen Facetten. Mal lässt er ihn egoistisch wirken, mal verletzlich, mal locker und cool – und das, obwohl ihm die dichte Handlung des Blockbusters nur wenig Raum für Entfaltung bietet. Das gilt noch mehr für Matthew McConaughey, der als «Mann in Schwarz» auf der Seite der Bösewichte steht – ein echtes Highlight des Films.

Der Hollywood-Schauspieler war jahrelang auf die Rolle des aalglatten Schönlings festgelegt und spielte in zahlreichen Romantikkomödien mit. Spätestens nach seiner Darstellung eines Aidspatienten im Drama «Dallas Buyers Club», wofür er 2014 den Oscar bekam, änderte sich sein Image.

In «The Dark Tower» setzt McConaughey mit Hilfe seiner Zauberkräfte und einer schon fast diabolischen Freude den Menschen und Kreaturen in seiner Umgebung zu und stürzt sie mit puren Worten ins Verderben – was unter anderem für den typisch King’schen Gruselfaktor in der Erzählung sorgt. Als eine Art intergalaktischer David Copperfield reist er durch die Welten und nutzt dabei seine magischen Kräfte, um alles zu töten, was sich ihm in den Weg stellt. Obwohl der Film auf einem achtbändigen Zyklus beruht, ist er auch für Nichtbuchkenner verständlich. Das kurzweilige Werk von Regisseur Nikolaj Arcel wirft nur Schlaglichter auf Kings Fantasywelt und lässt vieles aus. Das dient zwar dem klar erkennbaren roten Faden der Geschichte, könnte aber auch ein paar Buchfans enttäuschen.

Aleksandra Bakmaz, SDA