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FIGURENTHEATER ST.: Mit Schirm, Charme und Gespielen

Gallen Nächste Woche eröffnen Frauke Jacobi und Stephan Zbinden die neue Saison. Neben Gastspielen gibt es wieder etliche neue Eigenproduktionen: zum Auftakt das Märchen «Cinderella».
Bettina Kugler
Stephan Zbinden und Frauke Jacobi in den Kulissen ihrer «Cinderella»-Produktion. (Bild: Ralph Ribi (St. Gallen, 18. Oktober 2017))

Stephan Zbinden und Frauke Jacobi in den Kulissen ihrer «Cinderella»-Produktion. (Bild: Ralph Ribi (St. Gallen, 18. Oktober 2017))

Bettina Kugler

bettina.kugler

@tagblatt.ch

Maskottchen Gertrud hält gerade die Klappe, nicht ganz freiwillig. Nur kurz lüftet Frauke Jacobi den Deckel des Koffers, in welchem die Klappmaulpuppe mit den ausgesucht dezenten Kostümen auf ihren nächsten Auftritt wartet. Bis zum ersten Abend als Gastgeberin auf der Bühne muss sich Gertrud freilich noch ein bisschen gedulden: Im Dezember wird sie ein neues Format vor­stellen. «Bei Gertrud auf dem Schleudersitz» haben dann bekannte Persönlichkeiten aus Stadt und Region das Vergnügen; die erste wird Maria Pappa sein. Was ihr blüht als Talkgast Gertrud Müllers, kann die St. Galler SP-Stadträtin nur vage ahnen. «Doch Gertrud wird sich schon zusammenreissen», beschwichtigt Frauke Jacobi, Leiterin des Figurentheaters und rechte Hand der unverblümten Dame.

Um die Höhen und Tiefen des Lebens soll es gehen, jedoch nicht nur verbal. Auch in Figurenspiel, Illustration und anderen Bühnenintermezzi wird Maria Pappas Schlagfertigkeit gefragt sein. «Es gibt ein kleines Vorgespräch, aber da verraten wir natürlich nicht, was wir konkret vorhaben», sagt Frauke Jacobi. Zweiter Gast der Reihe ist im Frühjahr Roman Riklin. Im April wird Gertrud auch wieder slammen. Der Abend mit Gästen aus der Slam-Poetry-Szene fand in der vergangenen Spielzeit so grossen Anklang, dass es eine zweite Auflage gibt; zudem wird er am Puppentheaterfestival Figura in Baden wiederholt. Nebenbei geht Gertrud Müller solo fremd: Auf Tournee wird sie ein wenig Frischluft schnappen.

Was nicht bedeutet, dass im Theater an der Lämmlisbrunnenstrasse die Lichter ausbleiben. Zwei neue Eigenproduktionen im Familienprogramm sind geplant; die erste hat nächsten Mittwoch Premiere: «Cinderella» nach dem bekannten Märchen von Charles Perrault: jenem mit Fee und Kürbiskutsche, ohne Tauben und Ruckedigu. Die Fee heisst Schirmchen – und das wird man der Szenerie ansehen.

Märchen für Grosse, ein neues Format für Kleine

Auf der Bühne steht Eliane Blumer, keine Unbekannte am Figurentheater St. Gallen. Mit Sebastian Ryser hat sie 2017 das freie Theater fabula! gegründet; «Cinderella» ist die erste Co-Produktion, geeignet für Kinder ab 5. Vor Weihnachten kommt eine überarbeitete Fassung von «Samichlaus, du guete Maa» (ab 25.11.) und eine kleine Eigenproduktion auf die Bühne – die «Weihnachtsüberraschung» (9./10.12.).

Im November gastiert das Theater Roos und Humbel mit dem Stück «spiel Dschungelbuch!» (18./19./22.11.). Sven Matthiasen entwickelt derzeit gemeinsam mit Frauke Jacobi das Jahreszeitenstück «Eins Zwei Drei Vorbei», das im März Premiere feiern wird. Grundstoff ist ein Klumpen Knete, Entstehen und Vergehen werden Teil des Spiels sein; hinzu kommen viel Musik und wenig Text.

Wieder aufgenommen werden «Jim Knopf» und «Der Kleine und das Biest» (nun am Theater St. Gallen), Frauke Jacobi ist in «Das hässliche junge Entlein» zu erleben, gemeinsam mit Eliane Blumer verbindet sie «Froschkönig und Zinnsoldat».

Im Abendprogramm zeigt Kathrin Bosshard im November ihr neues Stück «Unter Artgenossen», Tine Beutel gastiert mit «Die schwarze Katze» nach Edgar Alan Poe (19.1.), das Theater Urknall mit «Frosch, eine Romanze» (6.4.). Und damit Eltern mit unter Vierjährigen am Eingang nicht schummeln müssen, ist ein spezielles Format für Kleine in Vorbereitung: Bei «Zippel Zappel» ist Zappeln erlaubt.

Premiere «Cinderella»: Mi, 25.10., 14.30 Uhr, Figurentheater

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