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FESTIVAL: Frauenfeld im Bluesfieber

Am 9. Frauenfelder Bluesfestival feuerten sechs Bands eine gewaltige Ladung Blues, Funk, Jazz und Swing auf die 1160 Besucher. Eine Thurgauerin begeisterte als Publikumsliebling mit furiosem Auftritt.
Rudolf Steiner
Die Thurgauer Bluessängerin Larissa Baumann eröffnete das 9. Bluesfestival Frauenfeld mit Saxofonist Roman Weissert und Band. (Bild: Rudolf Steiner)

Die Thurgauer Bluessängerin Larissa Baumann eröffnete das 9. Bluesfestival Frauenfeld mit Saxofonist Roman Weissert und Band. (Bild: Rudolf Steiner)

Rudolf Steiner

ostschweizerkultur@tagblatt.ch

Schon am Freitagabend spitzten die Festivalbesucher die Ohren: Beim Auftritt der einzigen schweizerischen Bluesband am diesjährigen Festival stand eine 29-jährige feurige Thurgauer Leadsängerin auf der Bühne. ­Larissa Baumann aus Mauren, einem 500-Seelen-Dorf, das mitten im Thurgau zwischen Bürglen und Berg liegt. Baumann überzeugte bei ihrem ersten Auftritt am Frauenfelder Blues­festival – mit ihrer kraftvollen Stimme, mit einem mitreissenden Set an bluesigen Songs, mit Traditionals berühmter Interpreten wie Ray Charles, Beverly Knight oder Stevie Ray Vaughan. Und mit dem bekannten James-Brown-Song «It’s a Man’s World» bewies die quirlige Thurgauerin das Gegenteil: Der furiose Start des Bluesfestivals war fest in Frauenhand.

Soul am Freitag, Chicago-Blues am Samstag

Einen etwas anderen Gesangsstil präsentierte Sänger Earl Thomas mit seiner vierköpfigen Band als Abschluss des ersten Abends. Der 58-jährige Bluessänger aus Kalifornien zelebrierte den Soul meisterhaft und überzeugend. Doch löste er damit beim Publikum nicht die gleiche Begeisterung aus wie der groovige Sound der beiden Bands um Larissa Baumann und um den Dänen ThorbjØrn Risager. Dafür wagte Earl Thomas gegen Ende seines Auftritts sogar, einen Song unplugged zu performen.

Ganz im Einfluss des Chicago-Blues stand der Samstagabend mit den drei Bands Rebecca and the Gents (Venezuela/USA/CH) mit dem amerikanischen Special-Guest-Sänger Richard Broadnax, Albie Donnelly’s Supercharge (UK/Germany, vor zwei Jahren bereits in Frauenfeld zu hören) und The Boogiesoulmates (Germany), die mit ihrer charismatischen Sängerin und «Lady in Red» Alicia Emmi Berg den Abschluss des stimmungsvollen Festivals machten.

Nicht ganz zufrieden mit dem Publikumsaufmarsch von total 1160 Besuchern an beiden Konzertabenden (am Freitag 520, am Samstag 640 Eintritte bei insgesamt 1700 verfügbaren Plätzen) war Rudolf Laubacher, der Gründer des Bluesfestivals Frauenfeld. Er hat es in den neun Jahren zu Frauenfelds grösstem Festival nach dem Open Air gemacht, aber vielleicht hat ihm das Country-Festival eine Woche zuvor in derselben Halle einen Strich durch die Rechnung gemacht.

«Ich bin mittendrin an der Jubiläumsveranstaltung in einem Jahr, bis im Juni habe ich das definitive Line-up beisammen», sagt der mit der Szene bestens vernetzte Konzertveranstalter. Nächstes Jahr feiert Rudolf Laubacher zehn Jahre Bluesfestival und seinen 80. Geburtstag.

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