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FESTIVAL: Bach verwandelt Schaffhausen

Metamorphosen und Transformationen der musikalischen Art bietet das 27. Internationale Bachfest Schaffhausen am Auffahrtswochenende.
Rudolf Lutz (Bild: Michel Canonica)

Rudolf Lutz (Bild: Michel Canonica)

Schaffhausen Alle zwei Jahre lockt die Internationale Bachgesellschaft Schaffhausen mit Preziosen barocker Musik in die Munotstadt und ihre Umgebung. Neben Bachs Chor- und Orchesterwerken verspricht sie stets auch vielfältige Entdeckungen, denn Auftragsarbeiten, Uraufführungen und ungewohnte Projekte gehören zum Profil des Bachfests.

So gesellt der Gambenvirtuose Fahmi Alqhai mit seinem Ensemble französische Metamorphosen von Marais, Dieupart und Couperin zu Johann Sebastian Bach (12.5., Stadtkirche Diessenhofen). So sind Chor und Orchester der Bach-Stiftung St. Gallen unter Rudolf Lutz mit der Johannespassion zu hören (10.5., Stadtkirche St. Johann). So beschliesst traditionell die h-Moll-Messe das Bachfest – heuer mit dem Balthasar-Neumann-Chor und dem B’Rock Orchestra aus Gent.

Barockes Recyceln und Musik im Keller

Den Kern des diesjährigen Programms unter dem Motto «Bach verwandelt» bilden Bachs Fortschreibungen der Musik seiner Vorbilder wie auch die Rezeption seiner Musik durch spätere Generationen. Das Concerto Copenhagen belegt dies am Eröffnungskonzert mit Bach und Pergolesi (9.5., Stadtkirche St. Johann), während Les Passions de l’ me und Kristian Bezuidenhout sich Bachs komponierenden Söhnen widmen (11.5., Stadtkirche Stein am Rhein). Und das Signum Saxophone Quartet stellt mit «Bach jenseits» des Meisters Musik den Werken moderner Komponisten aus Jazz und Minimal Music gegenüber (12.5., Kammgarn).

Zwei Uraufführungen präsentieren zeitgenössische Sichten auf Bach: Die in Schaffhausen geborene Geigerin Helena Winkelman leitet die Camerata variabile in Basel; neben ihrem Konzert für zwei Blockflöten und Streicher ist auch Bachs drittes Brandenburgisches Konzert zu hören – nur hat Winkelman den 2. Satz neu komponiert (10.5., Bergkirche Wilchingen). Und der Schaffhauser Komponist Silvan Loher stellt im Programm mit den Ensem­bles Voces suaves & Cafebaum «De profundis» vor, eine Kantate nach Gedichten vor Georg Trakl und anderen (12.5., St. Johann).

Die Kantatengottesdienste sind Standard am Bachfest (dieses Jahr sind es deren fünf), nicht aber «Bach underground» – so heisst die Klangwanderung vom Münster zu zwei Altstadtkellern und zurück (11.5.).

Bach statt Bomben: Gleich nach dem Krieg gegründet

Die Internationale Bachgesellschaft Schaffhausen IBG ist 1946 am ersten Schaffhauser Bachfest gegründet worden. Die Gründungsidee war, Menschen aus ganz Europa im Zeichen der Musik Bachs zusammenzubringen. Bisher 26 Internationale Bachfeste hat die IBG gemeinsam mit der Stadt Schaffhausen konzipiert und organisiert. Bekannte Grössen wie Helmuth Rilling, John Eliot Gardiner, Jordi Savall oder Philippe Herreweghe haben am Bachfest konzertiert.

Dieter Langhart

dieter.langhart@tagblatt.ch

9.–13. Mai. Karten online auf bachfest.ch

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