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FELDKIRCH: Musik, Kunst und Hallenbad

Am Freitag startet das legendäre Poolbar-Festival. Während rund sechs Wochen spielen Künstler aus den unterschiedlichsten Musikgenres. Von Nische bis Pop – von Voodoo Jürgens bis Pixies.
Philipp Bürkler

Das Ambiente des Poolbar-Festivals in Feldkirch ist beispiellos im Raum Bodensee. In einem leerstehenden Hallenbad mit viel Grünflächen rund herum spielen in den Monaten Juli und August jeweils etablierte Künstler sowie aufstrebende Acts. Nische findet Platz neben Pop. Unbekanntes neben Bekanntem.

Vielfalt spiegelt das Festival vor allem in der Auswahl der Musikgenres. Ab Freitag bis zum 15. August gibt es Indie, Pop, Metalcore, Country, Elektro, R ’n’ B oder Retro-Rock. Eröffnen wird das diesjährige Poolbar-Festival am Freitag der Wiener Liedermacher Voodoo Jürgens, der am vergangenen Wochenende noch auf der Bühne des Open Air St. Gallen stand. Der Amadeus des schwarzen Humors bringt den Wiener Schmäh mit seinen düsteren und traurigen Texten an den Bodensee. «Heite grob ma Tote aus», sein grösster Hit, ist nicht nur eine Worthülse, Voodoo Jürgens war früher tatsächlich Friedhofsgärtner.

Festivalmacher setzen auf deutschsprachige Künstler

Neben dem Österreicher Voodoo Jürgens setzen die Poolbar-Verantwortlichen auch sonst intensiv auf einheimisches Musikschaffen. Dazu gehört beispielsweise die österreichische Band Catastrophe & Cure, die zurzeit mit «Blank Spots» auf Radio FM4 einen düsteren Underground-Hit gelandet hat. Neben Österreich spielen auch zahlreiche Bands aus Deutschland im «Alten Hallenbad» in Feldkirch. Dazu gehört die Indie-Band The Notwist aus Weilheim in Oberbayern, die am 21. Juli auf der Bühne steht oder die legendäre deutsche Band Element of Crime mit ihren poetisch-literarischen anmutenden Texten des Sängers Sven Regener. Element of Crime blicken mittlerweile auf eine 32-jährige Bandgeschichte zurück. Am gleichen Abend wie Element of Crime spielt auch der junge Schweizer Künstler Faber. Neben dem deutschsprachigen Raum dominieren vor allem Künstler aus dem englischen Sprachraum. Aus den USA reist unter anderen Conner Youngblood an den Bodensee. Der junge Singer-Songwriter aus Dallas gibt seine Songs am 19. Juli zum Besten. Der diesjährige Hauptact des Festivals kommt aber aus Boston. Die legendäre 80er-New-Wave-Band Pixies. Die Pixies um Frontmann Frank Black gelten als stilbildende Wegbereiter für Grunge, Indie- und Alternative Rock. Bekannt wurde die Band Ende der 1980er-Jahre mit dem Song «Here Comes Your Man». Neben dem Musikprogramm setzen die Festivalmacher auf ein gemütliches Ambiente. Räume, überdachte Aufenthaltsflächen oder Sitzgelegenheiten zum Verweilen wurden dieses Jahr von Architekten und Studenten unterschiedlicher Universitäten geschaffen. Das dominierende Material des Dekors ist Holz, ein Werkstoff, der das Thema Zeit verkörpern soll. Zahlreiche Installationen im öffentlichen Raum bringen diesen Sommer auch erstmals Kunst in die Stadt und ergänzen das Rahmenprogramm. Jeweils sonntags am 11 Uhr wird am Festival im Park ein Brunch serviert. Das kulinarische Frühstück wird sinnlich begleitet von einem musikalischen Jazzprogramm.

Philipp Bürkler

philipp.buerkler@tagblatt.ch

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