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Essenz in den Augen

Interview Die 26jährige Carla Juri könnte am Samstag in Luzern wie im letzten Jahr einen «Quartz» gewinnen. Sie bezaubert als Karis Liebe im Film «Dällebach Kari». Reinhold Hönle
Carla Juri ist für ihre Rolle als Annemarie in «Dällebach Kari – eine wen iig» nominiert. (Bild: pd)

Carla Juri ist für ihre Rolle als Annemarie in «Dällebach Kari – eine wen iig» nominiert. (Bild: pd)

Carla Juri, Sie stammen aus Ambri, einem Synonym für Eishockey. Weshalb haben Sie sich für die Schauspielerei entschieden?

Carla Juri: Entscheiden musste ich mich eigentlich nie. Bis ich 18 Jahre alt war, spielte die Schauspielerei in meinem Leben keine Rolle. Ich war ein Naturkind, spielte Eishockey, machte Kunstturnen und wollte Tänzerin werden, merkte jedoch, dass ich mich allein mit dem Körper nicht genügend ausdrücken konnte. So besuchte ich eine Improvisations-Schauspielklasse, obwohl ich eigentlich nicht extrovertiert, sondern eher scheu war.

Wie hat das mit dem Eishockey funktioniert?

Juri: Weil es in Ambri keine Mädchenmannschaft gibt, darf man bis 15 bei den Buben mitspielen. Ich mochte die Herausforderung, lernte mich zu behaupten und genoss das internationale Flair, das die ausländischen Trainer in den Club brachten. Einer dieser Kanadier vermittelte mir für das folgende Jahr einen Platz an einer Sport-Highschool in den USA. Nach meiner Rückkehr konnte ich unter anderem bei Reinach als Stürmerin NLA spielen. Ich war zwar nicht sehr breit, aber schnell!

Schnell verläuft auch Ihr Aufstieg als Schauspielerin. Was hat es Ihnen bedeutet, als Sie sich in «180°» zum ersten Mal auf der Leinwand sahen und als Nebendarstellerin ausgezeichnet wurden?

Juri: Ich habe eher Mühe, mich selbst zu sehen und zu hören. Ich ziehe es vor, während dem Dreh alles zu geben und danach mit dem Film abzuschliessen; es liegt dann nicht mehr in meiner Hand. Bei «180°» fand ich es besonders motivierend, dass meine Figur – obwohl ich nur wenige Szenen hatte – durch einen Schicksalsschlag eine grosse Entwicklung durchmacht. Dass ich als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde, hat mich sehr gefreut. Die Verleihung war emotional, weil der Regisseur Cihan Inan mir den Preis überreichte. Der «Quartz» drückt für mich aus, dass ich mit meiner Arbeit die Zuschauerinnen und Zuschauer erreicht habe.

Wie schwer ist es Ihnen gefallen, den Dällebach Kari trotz seiner Hasenscharte verliebt anzusehen?

Juri: Gar nicht! Die gewisse Feinheit und Eleganz, die ich in Kari gefunden habe, nahm mich viel mehr für ihn ein, als mich die Hasenscharte störte. Das klingt jetzt vielleicht kitschig, aber Karis Essenz fand ich nicht in seinem Mund, sondern in seinen Augen. Ausserdem hat jeder irgendwo eine Wunde. Beim Kari sieht man sie einfach gleich.

Wo leben und arbeiten Sie heute?

Juri: Ich habe Agenten in Italien, Deutschland und England und bin für die Castings und für die Dreharbeiten viel unterwegs. Ich lebe, wo ich gerade drehe, und bewege mich gerne in anderen Mentalitäten. Gerade bei der Art Geschichten zu erzählen, unterscheiden sich die verschiedenen Länder.

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