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Ermittlungen als Stafettenlauf

Professorenmord Einen ungewöhnlichen Ansatz hat der aus Transsilvanien stammende Amerikaner E. O. Chirovici in «Das Buch der Spiegel» gewählt – eine Art Stafettenlauf der Erzähler: Ein Literaturagent erhält das Buchfragment eines Autors, der darin über die Ermordung eines berühmten Psychologieprofessors vor 25 Jahren schreibt. Das Fragment bildet das erste Drittel des Romans und zeigt, wie der Autor als Student zusammen mit einer Kommilitonin in den Bann des genialen Professors gerät. Es endet abrupt. Der Agent will wissen, wie die Story weitergeht, um einen Bestseller daraus zu machen. Er beginnt zu ermitteln, um den Stab dann einem Reporter zu überreichen. Dieser macht weiter, zieht aber einen pensionierten Polizisten bei, der im letzten Viertel der Erzähler ist.

So kommt Schritt für Schritt Licht in die damaligen Ereignisse. Es ist für die Ermittler schwierig und für die Leser spannend, dass sich Informationen widersprechen oder in den Erinnerungen der Involvierten unterschiedlich gedeutet werden. Das passt zum psychologischen Kontext, der die Figuren mit Tiefenschärfe zeigt. Natürlich ahnt man bald, dass mindestens eine Hauptfigur lügt. Der Spannungsbogen hält bis zur finalen Auflösung. Der Zufall, dass mehrere verdächtige Figuren nacheinander am damaligen Tatort auftauchten, ist wohl eine Konzession ans konventionelle Thrillergenre. Was angesichts des hochklassigen Krimis nicht zwingend nötig gewesen wäre. (are)

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