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Erinnerungen eines Judenrats

Benjamin Murmelstein war der letzte Überlebende der so genannten «Judenräte». Man hat ihm auch deshalb vorgeworfen, Handlanger der Nazis gewesen zu sein. 1975 führte Claude Lanzmann mit ihm ein langes Gespräch, das dann nicht in seinen Film «Shoah» Eingang fand. Jetzt ist es dafür als Buch erschienen. Murmelstein erzählt ungeschminkt, wie er auf Weisung der Nazis das Ghetto Theresienstadt zum Vorzeige-Ghetto machte, das aller Welt vorgeführt wurde. So war es geschützt gegen die Vernichtung – wobei Murmelstein Tricks anwenden musste. Etwa als man ihm drohte, das Ghetto niederzubrennen wegen einer Typhus-Epidemie: Fortan wurde Typhus einfach nicht mehr gemeldet. (R. A.)

Claude Lanzmann: Der Letzte der Ungerechten. Rowohlt, 126 Seiten, Fr. 12.50.

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