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Dokfilm im Kino: Ein Mann will aus dem Leben scheiden

«Das Leben vor dem Tod» ist ein Dokfilm über einen sterbewilligen Mann. Der Protagonist trägt mit Emotion und Intelligenz zu einem bewegenden Erlebnis bei.
Julia Nehmiz
Initiant Goffredo Frei (links) und Protagonist Armin Gloor. (Bild: Mythenfilm)

Initiant Goffredo Frei (links) und Protagonist Armin Gloor. (Bild: Mythenfilm)

Der Dokumentarfilm «Das Leben vor dem Tod» feierte Ende Januar an den Solothurner Filmtagen Premiere – und packte das Publikum. Die Begeisterung sei im 700 Plätze fassenden Saal mit Händen greifbar gewesen, meinte unser Filmkritiker.

Dabei schienen weder Titel noch Handlungsanlage im ersten langen Kinofilm von Gregor Frei besonders originell oder vielversprechend zu sein. Der Regisseur, Jahrgang 1984, ist zauch Co-Protagonist im fast zweistündigen Film, in dem man ansonsten vor allem zwei egozentrische ältere Männer sieht, die in einem abgelegenen Tessiner Dorf im Bleniotal miteinander herumzoffen.

Der eine, Goffredo Frei, pensionierter Handwerker und Künstler, ist der Vater des Regisseurs – der andere, Armin Gloor, pensionierter Psychologe, ist Goffredos Nachbar und Freund.

An seinem 70. Geburtstag werde er mit Exit aus dem Leben scheiden, hatte Armin Gloor als Mittsechziger verkündet. Ursprünglich war es Goffredo Freis Idee, über und mit dem Sterbewilligen einen Film zu machen und ihn von seinem Plan abzubringen. Das Filmprojekt lief aus dem Ruder und wurde von Sohn Gregor Frei übernommen, Absolvent der Lausanner Filmschule ECAL und 2015 als einer der Autoren des Kollektivfilms «Heimatland» bekannt geworden.

Zusammen mit dem Vater drehte er während mehr als vier Jahren etwas, das er in Solothurn so definierte: «Das Leben passiert und der Film richtet sich danach – und nicht um­gekehrt». Armin Gloors messerscharfe Intelligenz, gepaart mit umwerfendem Sinn für Ironie, kippt nur selten in Sarkasmus, und berührt mit seiner Authentiziät.

Ab Donnerstag in den Kinos Cinepol (Sins) und Afm (Stans). Premiere im Bourbaki (Luzern) am Sonntag, 11 Uhr, mit Präsenz der Filmcrew.

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