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Er erschüttert immer

Hörbar Barock

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Claudio Monteverdi: Madrigali Vol. 3, Paul Agnew, Les Arts Florissants, Harmonia Mundi France

Der Umbruch von der Spätrenaissance zum Barock wird von Monteverdi genial vollzogen. Den neuen, leidenschaftlichen stilo concitato findet man besonders ausgeprägt in den siebenten und achten in Venedig entstandenen Madrigalbüchern. Auszüge daraus haben der Tenor Paul Agnew und das Alte-Musik-Ensemble Les Arts Florissants neu eingespielt – farbiger und differenzierter als die ältere Aufnahme unter William Christie. Ein Reigen der Lebensfreude und der Liebes-Seufzer, vom Klangschmelz der Sinfonia bis zum sechsstimmigen Satz des «Ballo di Tirsi e Clori». Wunderbar agierend die Solisten, groovend aufspielend das Ensemble. So erblühen die Verse Tassos und Marinis in Monteverdis Vertonung zu edlen Rosen. Rühmenswert auch die Klage der Nymphe oder das dramatisch präsentierte «Combattimento di Tancredi e Clorinda». Monteverdi erschüttert immer!

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Claudio Monteverdi: Madrigali & Selva Morale, Les Arts Florissants, Harmonia Mundi France

Klassiker neu aufgelegt

Einen Klassiker unter den bahnbrechenden Monteverdi-Aufnahmen hat in den 80er- und 90er- Jahren William Christie mit Les Arts Florissants vorgelegt; damals spielte das Ensemble in einer anderen Besetzung. In einer vier CDs umfassenden Box liegen diese Einspielungen zum Monteverdi-Jahr erneut vor. Der Komponist klingt taufrisch. Der opernhafte «Ballo delle Ingrate», wunderbar interpretiert, rundet die Kollektion ab – eine theatralische Szene von dantesker Grösse. Auf einer CD ist auch die für San Marco entstandene Sammlung geistlicher Musik des «Selva Morale e Spirituale». Der Amerikaner und Wahlfranzose William Christie erweist sich als erfolgreicher Advokat für den Komponisten aus Cremona, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Venedig so unvergleichlich die Oper revolutioniert hat und als Maestro di Capella in San Marco die Kirchenmusik.

Hans-Jürgen Becker

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