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Eine Weltmeisterin steppt in Frauenfeld

Von Marimbafon bis Stepptanz: Die neue Spielzeit der Konzertgemeinde bietet ein Programm für alle Ohren.
Dieter Langhart
Extrakonzert am Frauenfelder Kulturtag: Fabian Ziegler und das Stadtorchester.

Extrakonzert am Frauenfelder Kulturtag: Fabian Ziegler und das Stadtorchester.

Ganz Frauenfeld macht mit am Kulturtag. Auch die Konzertgemeinde – mit einem besonderen Werk: Emmanuel Séjournés Konzert für Marimbafon und Orchester. Der Franzose ist zwar Komponist und Perkussionist zugleich – aber im Rathaus wird der erst 24-jährige Matzinger Fabian Ziegler über die Holzklangstäbe fegen, begleitet vom Stadtorchester.

Doch die neue Spielzeit beginnt schon vier Tage davor, zum 21. Mal. Wie das? Die Konzertgemeinde gibt den Nachwuchsprofis der Kammermusikakademie an der ZHdK eine Plattform. «Eine schöne Tradition», sagen Walter Fürer und Bernhard Pfister vom Vorstand des Vereins, der 2019/20 seine 60. Konzertsaison veranstaltet. «Das erste Konzert nach der Gründungsversammlung am 1. Juni 1960 fand am 14. September statt mit den Festival Strings Lucerne.» Ein schöner Beweis für kulturelle Konstanz in Frauenfeld.

Blenden wir in die Zukunft, zum fünften der sechs Abokonzerte. Kommenden Februar tanzt nicht der Bär in Frauenfeld – dann steppt eine Weltmeisterin: Ursina Meyer zu Morton Goulds «Tap Dance Concerto». Drumherum spielt die Kammerphilharmonie Graubünden tänzerischen Strawinsky und sinfonischen Beethoven.

Alle zwei, drei Jahre lädt die Konzertgemeinde das Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester nach Frauenfeld ein: noch eine schöne Tradition mit einem Nachwuchsensemble, das seit 50 Jahren besteht. Da geht es mehr um Spielfreude, nicht um hochkarätige und hochpreisige Profis, die manchmal «einfach ihr Programm abspulen», sagen Pfister und Fürer. Das schätze auch das Publikum, wie Rückmeldungen bestätigen.

Mehr Abonnenten – vor allem jüngere

Apropos Publikum: Die Konzertgemeinde verzeichnete in der vergangenen Spielzeit erstmals wieder mehr Abonnenten, und zwar vor allem jüngere. Ein gutes Zeichen dafür, dass Konzertanhänger nachwachsen, die nicht nur auf Spontanbesuche setzen. Als Abonnent müsse man nicht gleich Mitglied werden, aber solche tun jedem Verein gut: reguläre und Patronats- oder Gönnermitglieder. Auch das Portemonnaie dankt: «Ein Abo kostet weniger als vier Einzeleintritte.» Letztere bevorzugen insbesondere Besucher, die für Stars wie den Pianisten Konstantin Scherbakov auch von weiter her anreisen. Der «Superstar für Insider» (so nennt ihn «Die Welt») wird die Spielzeit am 17. März mit einem Klavierrezital beschliessen – mit Beethovens fünf Sonaten Nr. 22 bis 26 zu dessen 250. Geburtstag.

Natürlich spürt die Konzertgemeinde die Konkurrenz in Winterthur und Zürich, St. Gallen und Konstanz, aber Ensembles wie das Musikkollegium Winterthur oder das Carmina Quartett klopfen gern in Frauenfeld an, wenn es zeitlich passt.

www.konzertgemeinde.ch

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