Eine ungewöhnliche Bewegung

Guillaume Musso: «Vierundzwanzig Stunden», Pendo 2016, 384 S., Fr. 21.90

Sereina Jörg
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Guillaume Musso:

«Vierundzwanzig Stunden», Pendo 2016, 384 S., Fr. 21.90

Lisa ist Kellnerin in einer New Yorker Bar. Doch nur vorübergehend. Schauspielerin zu werden, ist ihr grosser Traum. Bei der Arbeit lernt Lisa den mysteriösen Arthur Costello kennen. Und mit dieser Begegnung verändert sich alles. Er bittet Lisa um Hilfe und verschwindet danach spurlos. Ein Jahr später treffen sie sich wieder. Und es offenbart sich ein Geheimnis, dass sich um Arthur und seine Familie rankt. Sein Vater hat ihm einen Leuchtturm vererbt mit einer einzigen Anweisung: Arthur solle nicht die Tür im Keller öffnen. Doch wie zu erwarten, missachtet er das Verbot seines Vaters und entfernt die Ziegel, die die Türe verschliessen. Damit eröffnen sich Arthur ungeahnte Möglichkeiten – mit ebenso gravierenden Folgen. Guillaume Musso zieht den Leser in den Bann und verleitet ihn dazu, das Buch fast in einem Zug zu lesen. Dafür verbindet er eine Liebesgeschichte mit Fantasy. «Ich wollte immer Romane schreiben, die den Leser so sehr fesseln, dass er das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann», sagt Guillaume Musso. Und das ist ihm mit diesem Roman gelungen.

Joy Fielding:

«Die Schwester», Goldmann 2016, 448 S., Fr. 22.90

Albtraumhafte Familienferien

Mit der Familie in Mexiko Ferien zu machen, zusammen mit einem attraktiven Mann und engen Freunden den Hochzeitstag zu feiern und sich keine Sorgen um die Kinder machen zu müssen, könnte so schön sein. Doch für Caroline Shipley und ihre Familie kommt alles anders. Leider konnte sie keinen Babysitter finden. Kein Problem, denkt sich Caroline und unterbricht immer wieder ihr Abendessen, um nach ihren Kindern zu sehen. Doch plötzlich fehlt die jüngere Tochter: Samantha ist weder in ihrem Zimmer noch in der Hotelanlage aufzufinden. Am Verlust der Tochter zerbricht die Ehe. Während Caroline schwer damit kämpft, gründet Hunter eine neue Familie. Es dauert 15 Jahre, bis sich eine Erklärung für den mysteriösen Vorfall in Mexiko finden lässt. Ein Anruf bringt die Mutter auf eine neue Spur. Joy Fielding beschreibt die Figuren und ihre Beziehungen sehr lebhaft und real. Und erinnert dabei stark an die real verschwundene Madeleine «Maddy» McCann in Mexiko.