Eine rasante, fast absurde Familienkomödie

WEINFELDEN. Die Theagovia hat sich für ihre diesjährige Produktion einer französischen Komödie angenommen, die vor knapp dreissig Jahren uraufgeführt und dann auf deutschen Bühnen oft gespielt wurde: Coline Serreaus «Lapin Lapin», auf Deutsch «Hase Hase».

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Mutter und Vater Hase und der Unteroffizier. (Bild: Reto Martin)

Mutter und Vater Hase und der Unteroffizier. (Bild: Reto Martin)

WEINFELDEN. Die Theagovia hat sich für ihre diesjährige Produktion einer französischen Komödie angenommen, die vor knapp dreissig Jahren uraufgeführt und dann auf deutschen Bühnen oft gespielt wurde: Coline Serreaus «Lapin Lapin», auf Deutsch «Hase Hase». Eine «Mutter ist die Beste»-Komödie ist das, voller Einfälle und Slapstick-Elemente.

Michaela Bauer hat sie für das Theagovia-Theater inszeniert, mit Mitgliedern des Ensembles und neuen Gesichtern (Ostschweiz am Sonntag vom 23. 8.).

Verrückt, aber liebenswürdig

Was für eine verrückte und liebevolle Familie sind die Hases, man schliesst sie sofort ins Herz. Sie knabbern an Rüebli, weil der Vater entlassen worden ist; ein Sohn schliesst sich Revoluzzern an, der andere schmeisst das Gymnasium und glaubt, er sei ein Ausserirdischer; eine Tochter will sich scheiden lassen, die andere macht vor dem Traualtar kehrt, der dritten ist die Polizei auf den Fersen – und alle tauchen sie in der winzigen Wohnung auf und müssen sich Matratzen borgen bei der Nachbarin oben. Dann zieht die lebensfrohe Madame Duperri auch noch ein bei Hases. Und immer wieder klingelt es. Der Gerichtsvollzieher? Die Polizei?

«Hase Hase» kommt überdreht daher, hat Sprutz und Tempo und viel Musik – und imponiert als Ensembleleistung. (dl)

Weitere Aufführungen: 4.–6., 11.–13., 17.–19.9., 20.15 Uhr (So 17.15 Uhr). Theaterhaus Thurgau, Weinfelden www.theagovia.ch