Eine Lichtdecke über dem Bodensee

Open Air Am Samstag findet die sechste Ausgabe des Sur le Lac in Eggersriet statt. Zum ersten Mal stammt die Hälfte der Musiker des kleinen Festivals aus dem Ausland, Programmchef Pascal Frei erklärt weshalb. Erika Pál

Merken
Drucken
Teilen
Am «Sur le Lac»-Festival kommen Tanzfreunde auf ihre Kosten. (Bild: pd)

Am «Sur le Lac»-Festival kommen Tanzfreunde auf ihre Kosten. (Bild: pd)

Pascal Frei, wie laufen die Vorbereitungen für Samstag?

Pascal Frei: Ich stehe gerade auf dem Gelände in Eggersriet und wir kommen gut voran. Am Montag haben wir das gute Wetter genutzt und gleich zwölf Stunden lang aufgebaut.

Das Festival ist bekannt für seine tolle Atmosphäre. Was gibt es dieses Jahr Neues?

Frei: Wir gehen weg von einer einzelnen Lichtinstallation und haben für dieses Jahr eine sogenannte Lichtdecke geplant. Das sind von einer sieben Meter hohen Traverse abgehende Lichterketten, die nach aussen gezogen und befestigt werden; ähnlich wie bei einem Zirkuszelt.

Und im kulinarischen Bereich?

Frei: Neu haben wir einen Falafelstand mit Pitabroten und einen Vegistand mit Chinanudeln und Taboulésalat. Auch haben wir das Tanzzelt, welches wir letztes Jahr zum ersten Mal hatten, noch einmal vergrössert. Das Teezelt und die Spezialitätenbar mit den anspruchsvolleren Drinks, sowie das Raclette-Holzhaus werden auch wieder zum gemütlichen Verweilen einladen.

Die Hälfte der Musiker kommt dieses Jahr aus dem Ausland. Für das Sûr le Lac eher ungewöhnlich.

Frei: Das stimmt. Jedoch liegt uns die Qualität und nicht in erster Linie die Herkunft der Musik am Herzen. Dass soll nicht heissen, dass die Schweiz keine passenden Künstler hat. Es hat sich einfach so ergeben. Wir sind sehr glücklich mit A crashed blackbird called rosehip und The Bad Shakes zwei St. Galler Bands an unserem Festival begrüssen zu dürfen.

Haben die Bands spezielle Showelemente geplant?

Frei: JJ & Palin ist eine Formation aus Zürich. Sie treten am frühen Abend auf und begleiten das Publikum in den Sonnenuntergang hinein. Im Gepäck haben sie einen E-Flügel und verschiedene Blasinstrumente, welche uns hoffentlich ein schönes Konzert bescheren werden.

Andere musikalische Highlights?

Frei: Sicherlich The Mouse Folk, welche mit ihren melodiösen und tanzbaren Songs zu begeistern wissen werden oder auch Touchy Mob und The Micronaut, welche beide eine Mélange aus organischen Elementen und elektronischen Beats kreieren. Nicht zu vergessen auch Francis International Airport, welche mit treibenden Gitarren und elegischem Gesang überzeugen.

Was für Tips geben Sie denjenigen, die das Festival erstmals besuchen?

Frei: Gutes Schuhwerk und warme Kleidung. Empfehlenswert ist es auch, schon am Nachmittag anzureisen und den zehnminütigen Fussmarsch zum Gelände zu machen. Man sollte offen für Neues sein und es einfach geniessen. Lunchpäckli und Getränke bitte zu Hause lassen. Wir bieten auch für ein kleines Budget kulinarische Leckerbissen.