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Eine Frage des Sounds

Diskussion «Warum ist Züri­tüütsch so verhasst und Bündner Dialekt so uu khoga sympathisch?» Mit diesem provokanten Titel eröffnete am Donnerstagabend ein Podiumsgespräch in Chur, quasi am Eingangstor zu den beiden Festivalorten, das 1. Mundartfestival. Und der Programmchef Bänz Friedli trat damit schon mal in ein Fettnäpfchen – nicht bei den Zürchern, sondern bei den Bündnern: Die wollen ja selber gar nicht unbedingt sympathisch sein, wie der als «Bürgerschreck» angekündigte Rapper Gimma beweisen sollte – der sich im persönlichen Gespräch aber als äusserst netter Bürger entpuppte. «Es ist doch alles nur eine Frage des Sounds», warf Beni «National» Thurnheer ein, «Bündertüütsch klingt nun mal nach Ferien, und Zürischnorre nach Chrampfe und Stresse.» Halt, das seien nur unsere assoziierten Bilder, entgegnete Markus Gasser, der Dialektexperte von Radio SRF: «Eine Unistudie hat ergeben, dass bei befragten Ausländern keine Beliebtheitsunterschiede zwischen einzelnen Dialekten auszumachen seien.» Doch dann las die Autorin Leonie Barandun-Alig aus Obersaxen eine Kolumne in solch melodischem Walser Dialekt, dass sich das Publikum einig war: Es kommt wohl doch auf den Sound an. Zu schade, dass ein Carlo Janka diese rare Spielart des Bündner Dialekts offenbar nur noch im Familienkreis spricht.

Erstes Mundartfestival, bis Sonntag, 15.10. in Arosa und Lenzerheide. Infos: www.mundartfestival.ch

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