Eine andere Geschichte der Fotografie

«You do not take a photograph. You make it», sagt Alfredo Jaar Ein Stapel mit Postern zum Mitnehmen liegt am Eingang zu den Sammlungsräumen des Fotomuseums. Aber entscheidend ist die Ausstellung «Manifeste!», und die braucht Zeit.

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«You do not take a photograph. You make it», sagt Alfredo Jaar Ein Stapel mit Postern zum Mitnehmen liegt am Eingang zu den Sammlungsräumen des Fotomuseums. Aber entscheidend ist die Ausstellung «Manifeste!», und die braucht Zeit. Zeit, all die kämpferischen Manifeste zu lesen, in denen die Avantgarde Aufbruchsstrategien für gestalterische oder typographische Erneuerungen kundgetan hat – und fotografische. 57 Positionen von Daguerre 1839 bis Alfredo Jaarr 2014 versammelt die vom Museum Folkwang in Essen und dem Fotomuseum konzipierte Ausstellung. Visuell geht sie neue Wege mit grossen, L-förmigen Tafeln, die wie geöffnete Bücher aussehen und die die Perspektiven vertauscht – die Fotografien sind die Fussnoten zu den schriftlichen Stellungnahmen. «Manifeste!» macht sichtbar, wie sich das Medium immer wieder neu erfindet, wenn es eine andere Zukunft ausruft. (dl)

Manifeste! Fotomuseum Winterthur, bis 23.11. Katalog: Steidl.

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