Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ein Verlust in der Klassikszene

Lucerne Festival hat bekannt gegeben, dass es sich stärker auf das international erfolgreiche Sommer-Festival fokussieren will und verzichtet auf zwei Nebenfestivals.
Urs Mattenberger

Wenn Lucerne Festival als international renommiertes und grösstes Schweizer Klassikfestival eine neue strategische Ausrichtung ankündigt, gehen nicht unbedingt die Alarmglocken an. Doch die gestern vorgestellten Pläne wirkten wie eine Bombe – weniger aus nationaler, aber aus regionaler Perspektive. Denn Lucerne Festival wird sich künftig stärker auf das Sommerfestival fokussieren, dem es seinen internationalen Ruf verdankt. Im Gegenzug werden die beiden Nebenfestivals, jenes an Ostern und das Piano im November eingestellt, die vor allem von einem regionalen Publikum besucht werden.

15 Prozent aus dem Ausland

Zwei Festivals weniger im KKL, die je eine Woche dauerten und je knapp 10000 Besucher verzeichneten: Das bedeutet fraglos einen markanten Abbau. Dennoch ist die Neuorientierung nicht nur eine Sparübung. Denn an deren Stelle veranstaltet das Festival ab 2020 zwei Wochenenden im Frühjahr und Herbst. Sie sind als Plattform gedacht für Konzerte und Aktivitäten, mit denen Lucerne Festival im Sommer rund 15 Prozent Publikum aus dem Ausland anlockt.

Die Grundlage ist eine Strategieprüfung

Grundlage für die markante Änderung ist eine periodisch vorgenommene Strategieprüfung. Die entscheidenden Erfolgsfaktoren des Festivals sind demnach die Parade der Spitzenorchester aus aller Welt, das eigene Lucerne Festival Orchestra als eines der weltbesten Orchester, die Lucerne Festival Academy als innovative Talentschmiede im Bereich der zeitgenössischen Musik sowie die Lucerne Festival Alumni – ein weltweit einzigartiges Netzwerk ehemaliger Academy-Teilnehmer. Hinzu kommen innovative Konzertformate, die auch die Verbundenheit des Festivals mit seiner Heimatstadt und -region Luzern vertiefen.

All diese Aktivitäten verhelfen dem Festival zu seiner nationalen und internationalen Ausstrahlung und einer unverwechselbaren Identität. «Wir mussten uns entscheiden, worauf wir uns in Zukunft fokussieren wollen, auch vor dem Hintergrund, dass wir zu 95 Prozent eigenfinanziert sind», erklärt Intendant Michael Haefliger, «und wir sind zum Schluss gekommen, das die geplanten Wochenenden mit den vielfältigen Eigenproduktionen für unsere Weiterentwicklung wichtiger sind als das Oster- und das Piano-Festival im November.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.