Ein unheimlicher Verehrer

Lesbar Krimis

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Graeme Macrae Burnet: Das Verschwinden der Adèle Bedeau. Europa. 288 S., Fr. 27.–.

In einem französischen Städtchen verschwindet eine junge Frau spurlos. Was hat der Bank­filialleiter Manfred Baumann damit zu tun? Er, der in totaler Einsamkeit und Routine lebt. Und der von Adèle Bedeau fasziniert ist, der neuen Kellnerin in seinem Stammlokal. Er wagt nicht, sich der jungen Frau zu nähern, aber er beginnt, sie zu beobachten, geht ihr nach der Arbeit hinterher. Nach Adèles Verschwinden gerät er ins Visier von Kommissar Gorski, auch er ein unglücklicher Mann, aber zugleich ein kluger Fahnder. Der schottische Autor Graeme Macrae Burnet zeigt, wie zunächst kontrollierteres Ver­halten immer irrationaler wird. Mit der Auflösung des Falls gelingt ihm eine Überraschung.

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Stefan Ulrich: Die Morde von Morcone. Ullstein, 288 S. Fr. 22.–.

Mörderische Todsünden

Der Münchner Anwalt Robert Lichtenwald versucht in der Toskana immer wieder zu sich selber zu finden. Bald beginnt jedoch eine unheimliche Mordserie, bei der den Opfern Buchstaben in die Haut geritzt werden. Robert und die Journalistin Giada Bianchi finden heraus, dass die Buch­staben auf die sieben Todsünden verweisen. Autor Stefan Ulrich hat als Korrespondent in Italien gelebt. Land und Leute werden liebevoll beschrieben. Garniert mit ein paar Mordfällen, ergibt sich so ein spannendes Menu.

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Anne Holt: Ein kalter Fall.

Piper. 432 S., Fr. 32.–.

Angst als Motiv

Nach einem fatalen Einsatz als Polizistin ist Hanne Wilhelmsen an den Rollstuhl gefesselt. Als freie Mitarbeiterin fängt sie an, alte ungelöste Fälle zu durchforsten. So den Fall eines verschwundenen Mädchens. Auch geht es um eine Bombenexplosion auf ein muslimisches Zentrum. Die Norwegerin Anne Holt führt aktuelle Themen wie Rechtsradikalismus oder Angst vor Islamismus und zu einem intelligenten Krimi mit verschiedenen Handlungssträngen zusammen.

Axel Knönagel (DPA)

und Jürg Aregger