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Ein lebender Widerspruch

Geburtstag der Woche
Arno Renggli

Da wurde Roseanne Barr weltberühmt mit der TV-Serie «Roseanne», welche von einer lauten, proletarischen Familie handelt, die stets am Rande der Pleite balanciert. Und die im Grunde eine gnadenlose Satire auf die amerikanische Unterschicht ist. Und damit auf die typischen Wähler von Donald Trump. Man möchte also meinen, dass Roseanne Barr, die am Freitag 65 wird, eher mit liberalerer Politik sympathisiert.

Aber das Gegenteil ist der Fall. Barr zog im Vorfeld der letzten Wahl öffentlich über Hillary Clinton her und twittert seit Trumps Wahl regelmässig zu dessen Gunsten, wo sie gerne gegen Einwanderer und Liberale wettert. Etwas seltsam ist, dass sie noch 2012 mehr oder weniger ernsthaft und von Dokfilmern begleitet selber als Kandidatin angetreten war. Und beispielsweise für mehr Bildung, eine kostenlose Krankenversicherung und die Legalisierung von Marihuana eintrat.

Barr ist also im Gesamtpaket, dessen leibliches Gewicht in der TV-Serie, kongenial ergänzt von John Goodman, eine zentrale Rolle gespielt hat, rätselhaft. Nur an ihrem Erfolg gibt’s nichts zu deuteln. Barr, die vier Kinder aus drei Ehen hat und inzwischen Grossmutter ist, gewann viele Preise wie den Golden Globe oder den Emmy und erhielt eine eigene Talkshow. 2018 sollen übrigens auch neue Folgen von «Roseanne» produziert werden, mit der alten Besetzung. Den Traum, Präsidentin zu werden, hat sie weiterhin. «Und dann führe ich den McRib wieder ein.»

Arno Renggli

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