Ein Jahrhundert jüdische Musik

Die Geschichte der Schallplatte ist auch eine Geschichte jüdischer Migranten. Das zeigt eine neue Ausstellung im Jüdischen Museum in Hohenems.

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Ikone der Musikgeschichte: Der Hund vor dem Grammophon prangte auf vielen frühen Schallplatten. (Bild: pd)

Ikone der Musikgeschichte: Der Hund vor dem Grammophon prangte auf vielen frühen Schallplatten. (Bild: pd)

HOHENEMS. Am 26. September 1887 reicht Emil Berliner in Amerika ein Patent ein, das die Welt verändern sollte. Der jüdische Migrant beschreibt darin erstmals einen scheibenförmigen Tonträger und das passende Abspielgerät. Mit anderen Worten: die Schallplatte und das Grammophon. Berliner war es auch, der die Schallplatte nach Europa brachte. Seit jener Pionierzeit ist die Geschichte und Entwicklung des neuen Massenmediums eine Geschichte jüdischer Migranten. Eine neue Ausstellung im Jüdischen Museum in Hohenems zeigt dies eindrücklich, mit zahlreichen Hörbeispielen, Plattencovers und Lebensgeschichten. Die Bandbreite reicht von religiösen Gesängen über jiddische Theaterlieder am Broadway und israelische Popmusik bis zu jüdischer Comedy und zu Folk und Punk. Per Kopfhörer erhält man Zugang zu knisternden Raritäten. (rbe)

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