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Ein Gedicht gegen die Angst

Lesbar Jugendbücher

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Martha Heesen: Fliegende

Steine. Ab 14, Gerstenberg,

155 S., Fr. 21.–

Atmosphärisch dicht erzählt die Niederländerin Martha Heesen in ihrem neuen Roman aus einer Zeit, in welcher der Zweite Weltkrieg schon mehr als zehn Jahre zurückliegt – und dennoch in den Köpfen der Menschen herumgeistert. «Fliegende Steine» spielt 1958 im ländlichen Brabant; Buben und Mädchen gehen in getrennte Schulen, bei den Mädchen führen katholische ­Ordensfrauen ein strenges Regiment. Exoten und Ausgegrenzte sind die Kinder aus «Niederländisch-Indien», die bei einer Zimmerwirtin im Heim wohnen. Hinter vorgehaltener Hand oder offen auf dem Schulhof kommen alte Geschichten zur Sprache: etwa über Sofia, eine Frau, die ausserhalb des Dorfes alleine lebt. Eines Tages beginnen die Dörfler, Sofias Haus mit Steinen zu bewerfen. Geschildert werden die Ereignisse aus der Sicht des fantasievollen Mädchens Fee; ­dabei mischen sich Klarheit und Sensibilität für das nicht offen zutage Liegende. Fee hat ihren eigenen Kopf, sie schwankt aber zwischen Anpassung und dem Mut, zu ihren Freunden zu stehen.

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Irene Dische: Zwischen zwei Scheiben Glück. Ab 12, Hanser,

96 S., Fr. 21.–

Grossvater, der liebevolle Lügner

Keine hundert Seiten umfasst dieser Roman und gibt doch eine Ahnung vom masslosen Unglück, das mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten über Europa gekommen ist. «Zwischen zwei Scheiben Glück» erschien erstmals 1997 und erhielt ein Jahr später den Deutschen Jugendliteraturpreis. Jetzt hat der Hanser- Verlag das Buch neu aufgelegt: zum grossen Leseglück der nächsten Generation und ihrer vielleicht mitlesenden Eltern und Grosseltern. Handelt es sich doch um eine leicht daherkommende, kunstvoll aussparende und andeutende Familienerzählung über die starken Bande zwischen Sohn, Vater und Grossvater. Kinder und Jugendliche dürfen sich den historischen Ereignissen im Hintergrund so unbefangen nähern wie Peter, der mit seinem Vater Ende der Dreissigerjahre aus Ungarn nach Berlin zieht – der Vater, ein Luftikus, wirkt dort als Diplomat; eines Tages schickt er Peter zurück nach Ungarn zum Grossvater. Warum, das zeigt sich scheibchenweise, Stück für Stück: So, wie wir Glück und Unglück besser ertragen.

Bettina Kugler

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