Ein Flair fürs Tragikomische

Leere Sitzreihen dürfte es bei ihm keine geben – eher müsste das Publikum um freie Plätze bangen, denn Jens Nielsen hat seine grosse Fangemeinde längst im Sack.

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Der Kabarettist Jens Nielsen. (Bild: Urs Jaudas)

Der Kabarettist Jens Nielsen. (Bild: Urs Jaudas)

Leere Sitzreihen dürfte es bei ihm keine geben – eher müsste das Publikum um freie Plätze bangen, denn Jens Nielsen hat seine grosse Fangemeinde längst im Sack. Das letzte Gastspiel des Schauspielers und Kabarettisten – er hatte gemeinsam mit der 2002 verstorbenen Aglaja Veteranyi die Theatergruppe «Die Engelmaschine» gegründet – war hochgelobt worden. Nun kehrt er mit seinem neuen Soloprogramm «Niagara» in die Kellerbühne zurück und spielt einen Mann auf Hochzeitsreise. Er ist gekleidet für das Standesamt. Er wartet aber nicht beim Standesamt.

Dort zu warten hätte keinen Sinn. Denn er hat keinen Termin. Er hat auch keine Trauzeugen. Es ist ihm in der Hochzeitsangelegenheit ein Ur-Fehler unterlaufen. Er hat nämlich keine Braut. Und trotzdem steht er bereit. Vielleicht ist er uneinsichtig. Er weiss, das Ganze ist recht seltsam. Also beginnt er zu erzählen. Von seiner Hochzeitsreise, die er unbeirrbar ohne Braut macht. Und die ihn an die Niagarafälle führt... Das kann ja heiter werden. (pd/bsg)

morgen Mi sowie Fr, 1.3.; Sa 2.3. jeweils 20 Uhr, Kellerbühne

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