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Mehr Ehrlichkeit und weniger Lüge für 2019

Intermezzo
Philipp Bürkler

Nach einem Langstreckenflug aus Tokyo, konnte ich nach der Landung am Abend des 19. Dezembers erstmals nach mehr als zwölf Stunden wieder mein Smartphone anschalten.

«Manipulation durch Reporter», poppt da auf meiner Twitter-Timeline als Erstes auf. WTF? Der junge Schönwetterschreiber Claas Relotius, dem alle blind vertraut haben, weil er doch so viele Preise gewonnen hat und deshalb als journalistisch unfehlbar galt, hat zugegeben, seit Jahren Fiktionen als Tatsachen in Medien platziert zu haben.

Nach dem notorischen Lügner Trump nun also auch noch ein Reporter, der sich frech der Lüge als Stilmittel bedient. Die Fachwelt nennt es Pseudologie, also das Verhalten von Menschen, die lügen. Lüge, Unwahrheit, Täuschung und Hochstapelei breiten sich derzeit wie eine Seuche über den Globus aus. Von all dem Hass, der neben den bewussten Unwahrheiten zusätzlich eine Gesellschaft vergiftet, ganz zu schweigen.

Werden wir uns 2019 endgültig von der Realität verabschieden? Bastelt sich bald jeder seine eigene Welt so zusammen, wie sie für ihn oder sie «richtig» ist? Hoffentlich nicht. Realität ist zwar eine individuelle Erfahrung, jeder erlebt eine Situation anders oder würde einen Vorfall anders erzählen. Dennoch sollten wir uns auf eine gemeinsame Realität einigen. Die Realität der Fakten und Tatsachen. Hoffen wir, die Nasen der Pinocchios dieser Welt werden nicht noch länger. Mehr Ehrlichkeit täte 2019 gut.

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