Durchgangsstation

Dass die Lokremise jetzt nur für offizielle Kultur zur Verfügung stehe und Theater der freien Szene keinen Zugang mehr hätten, findet die Compagnie Buffpapier schade. Für Theaterschaffende sei es in St.

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Dass die Lokremise jetzt nur für offizielle Kultur zur Verfügung stehe und Theater der freien Szene keinen Zugang mehr hätten, findet die Compagnie Buffpapier schade. Für Theaterschaffende sei es in St. Gallen (und nicht nur dort) sehr schwierig, einen geeigneten Raum zu finden, und vor allem einen, in dem man wirklich mal ankommen könne.

Seit Januar und für ein Jahr haben Manuel Gmür, Franziska Hoby und Stéphane Fratini (Bild v. l.) ein Schulzimmer im Schulhaus Lachen zur Verfügung. «Auch ein Raum ist für eine Compagnie wie Buffpapier ein Werkzeug», sagt Hoby und ist dankbar für diese zeitlich begrenzte Heimstatt. Die Atmosphäre im Schulhaus sei sympathisch und inspirierend, vor allem wegen des Austauschs mit anderen Kunstschaffenden, die hier ebenfalls eine vorübergehende Bleibe gefunden hätten. An der hinteren Wand des Zimmers ein Kinderwagen und ein Kinderbett als Requisiten. Vorne verdecken Vorhangreihen die Schultafel. Sie sind Kulisse zum Stück «le petit cabaret grotesque».

Bis Frühjahr 2012 müssen die drei Theaterschaffenden das Schulzimmer wieder räumen. Und bis dahin nutzt die Compagnie Buffpapier den Raum für eine künstlerische Pause. Das ist nicht Nichtstun, sondern heisst kreative Neubesinnung.

Martin Preisser

Im Schulhaus Lachen an der Vonwilstrasse hat die Compagnie Buffpapier ihre vorübergehende Bleibe. (Bilder: Urs Jaudas)

Im Schulhaus Lachen an der Vonwilstrasse hat die Compagnie Buffpapier ihre vorübergehende Bleibe. (Bilder: Urs Jaudas)

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