Dort, wo die Italiener am schönsten sprechen

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Pölert, Garst, Henning Toscana, Dumont Verlag 2018, 120 S., Fr. 17.90

In der Toskana spricht man das schönste Italienisch. Darüber sind sich nicht nur die drei Autoren dieses Reiseführers einig. Die ersten grossen Autoren, die im 14. Jahrhundert die Volkssprache benutzten, stammten alle aus der Toskana: Dante, Boccaccio und Petrarca haben den toskanischen Dialekt zum Modell für die Schriftsprache gemacht. So verbinden auch viele Reisende Italien vornehmlich mit der Toskana, obwohl diese Region nicht das typische Ziel für Badereisende ist. Die Toskana hat zwar 397 Kilometer Mittelmeerküste und viele breite Sandstrände, trotzdem zieht es viele Touristen auch auf die Spuren von Michelangelo, Da Vinci und Co., welche dieser Region einen Platz in der Weltgeschichte gesichert haben. An den alten Universitäten haben Köpfe wie Galileo Galilei studiert, die Museen sind voller Schätze aus Mittelalter und Renaissance, die meisten Altstädte oft intakt. So halten sich die Buchautoren denn auch weniger mit den Stränden auf, sondern führen gewitzt durch die reizvolle Landschaft der Toskana. Zum Beispiel beim Roundtrip durch den Chianti – von Weingut zu Weingut, vorbei an alten Dörfern und immer neuen Ausblicken.

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Laurence Phelan, Film ab!, Lonely Planet Verlag 2018, 128 S., Fr. 21.90

Die spannendsten Drehorte der Welt

Wer gerade einmal ein bisschen viel Zeit hat, könnte sich auf die Reise zu den spannendsten Drehorten der Welt aufmachen. Nicht nur Cineasten hätten daran ihre Freude. Diese sind sich gewohnt, in 90 Minuten um die Welt zu flitzen. «Ein Film hat seinen Job nicht gut gemacht, wenn man nicht vergisst, dass man in einem Kino sitzt», hat Regisseur Roman Polanski einst gesagt. Trotzdem hat es seinen Reiz, sich selbst wie James Bond zu fühlen, am realen Ort der Schurkenjägerei: Auf der James-Bond-Insel in Thailand zum Beispiel, die eigentlich Khao Phing Kan heisst. Fasziniert war auch, wer die Bilder des Films «Das erstaunliche Leben des Walter Mitty» gesehen hat. Die Fesseln des Alltags wirft Ben Stiller in diesem Film an den Hängen des Kirkjufell im isländischen Snaefellsnes ab. Wer die Erde gar verlassen will, kann das mit der Reise zu einem «Star Wars»-Drehort tun. Der letzte Jedi-Tempel steht als Kloster in Skellig Mikchael in Irland.

Bruno Knellwolf