Dorothee Messmer – Wechsel von Ittingen nach Olten

Seit diesem März sind Sie Direktorin des Kunstmuseums Olten. Vorher waren Sie stellvertretende Museumsdirektorin im Thurgauer Kunstmuseum.

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Seit diesem März sind Sie Direktorin des Kunstmuseums Olten. Vorher waren Sie stellvertretende Museumsdirektorin im Thurgauer Kunstmuseum. Haben Sie damit von der Provinz in die Provinz gewechselt?

Dorothee Messmer: Olten ist für mich natürlich das Zentrum der Schweiz (lacht)! Ich liebe die Provinz, weil sie einem Möglichkeiten gibt, unkonventioneller zu denken. Man kann viel mehr wagen. Der Druck, den man hat, wenn man in Grossstädten Ausstellungen realisiert, fällt weg.

Sie schreiben, in Olten beginne nun eine neue Ära. Wollen Sie alles auf den Kopf stellen? War vorher alles schlecht?

Nein, um Himmels willen, überhaupt nicht. Meine Vorgängerin hat unglaublich gute Arbeit geleistet. Die neue Ära ist nur schon deshalb angebrochen, weil die Situation neu ist – sowohl für mich als auch für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben viel vor in den nächsten Jahren und können hoffentlich den Neubau des Kunstmuseums in Angriff nehmen.

Mit Katja Schenker und Ernst Thoma stellen Sie in Ihrer ersten Ausstellung zwei Ostschweizer Künstler vor. Was haben Sie sonst noch aus der Ostschweiz nach Olten mitgebracht?

Meinen Dialekt (lacht)! Ich glaube, ich hatte grosses Glück, lange im Thurgau wirken zu dürfen. In dieser Zeit konnte ich mir ein riesiges Wissen aneignen.

Werden Sie die Ostschweiz mehr mit Olten verknüpfen?

Ja, auf jeden Fall! Die nächste Ausstellung realisieren wir aber mit einem Westschweizer Künstler. (gen)