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Diese sechs Schwitzer kennt jeder

Erst in der Hitze zeigt sich das wahre Wesen des Menschen. Sechs Sommer-Schwitz-Typen und woran man sie erkennt.
Katja Fischer de Santi

Der Coole

Typischer Spruch: «Endlich richtig Sommer!»

Der Coole behauptet, die Hitze mache ihm gar nichts aus, sein südliches Gemüt taue erst ab 36 Grad richtig auf. Er findet den Klimawandel super: «Ein paar Grad mehr, tun uns unterkühlten Schweizern doch gut.» Wie ein Animator im Beach-Club versucht er im Büro Ferienstimmung zu verbreiten und würde die Sonnenbrille am liebsten auch drinnen anbehalten. In der Mittagspause sitzt er als einziger in der prallen Sonne und «tankt Vitamin D» bevor für mehrere Stunden in den «Siesta-Modus» fällt.

  • Outfit: Hauptsache kurz. Die Chefin hat ihm Trägershirts im Büro verboten, ab 36 Grad hält er sich nicht mehr daran.
  • Liebstes Sommeraccessoires: Strahlendes Grinsen und gut gebräunter Teint
  • Natürliches Habitat: Beach Club, Gelateria

Der Kollabierer

Typischer Spruch: «Finde nur ich es hier drin unerträglich heiss?»

Zerfliesst ab 25 Grad wie Glace in der Sonne. Er kommt mit drei Ersatzhemden zur Arbeit. Das Erste hat er schon beim Gang vom Parkplatz ins Büro durchgeschwitzt. Schwört sich jeden Sommer von Neuem nun endgültig an den Nordpol auszuwandern oder wenigstens nach Reykjavík. Hält es für menschenunwürdig bei Temperauren über 30 Grad arbeiten zu müssen – ja, überhaupt irgendeine Bewegung ausführen zu müssen.

  • Outfit: schwarze Kleidung in diverser Ausführung zum Wechseln
  • Liebstes Accessoire: Ein kalter Lappen, um die Stirn abzutupfen und ein Becken mit Eiswasser unterm Pult für die Füsse.
  • Natürliches Habitat: Nördlicher Polarkreis oder die Tiefkühlprodukteabteilung des Supermarkts

Die Stylishe

Typischer Spruch: «Sieht das so gut aus?»

Endlich ist es für die Stylische genug warm, um die schon im Februar gekauften, luftigen Sommerkleider zu inszenieren. Mit der Grandezza einer italienischen Filmdiva stolziert sie im Büro im freizügigen Sommerkleid zum Drucker und zurück. Am Mittagstisch fächelt sie sich stilvoll mit einem Fächer kühle Luft zu. Ihren Teint hat sie schon vor Wochen mit Selbstbräuner auf Sommer getönt, die Haaren mit blonden Strähnen in Strandlaune versetzt, die Nägel leuchten rot lackiert zwischen den Sandalenriemchen hervor. Der Sommer ist ihr ein einziger, grosser Laufsteg. Die Hitze nimmt sie gelassen, so lange das Make-up nicht zerfliesst und das Handy noch genug Akku hat für Selfies.

  • Outfit: Luftig, weiss, kurz, topmodisch
  • Liebstes Accessoire: Das Handy und ihr neues Tattoo auf der Schulter
  • Natürliches Habitat: Strandpromenade, italienische Piazza

Der Öko

Typischer Spruch: «Das ist erst der Anfang der menschengemachten Heisszeit»

Er nutzt die Hitzewelle, um seinen politische Botschaften Nachdruck zu verleihen: «Da seht her, was ihr euch eingebrockt habt. Lasst endlich eure Karren stehen! C02-Ausstoss senken sofort! Der Öko steht morgens um fünf Uhr auf, um seinen Garten mit gesammelten Regenwasser zu tränken und später aus den selbst gezogenen Gurken einen Salat fürs ganze Team zu schnippeln «das kühlt von innen». Er fährt auch bei sengender Hitze mit dem Lastenvelo zuerst seine Kinder in die Krippe und dann zur Arbeit.

  • Outfit: Zerknitterte Leinenhemd und Birkenstock (nicht, weil diese im Trend sind, sondern weil er sein unverwüstliches Modell schon seit dem Biologiestudium vor 20 Jahren trägt)
  • Liebstes Accessoire: Tragbare Mini-Solarzellen
  • Natürliches Habitat: Ökologischer Schwimmteich oder freitags an der Klimademo

Die Surviverin

Typischer Spruch: «Wer schwitzt, trägt die falsche Kleidung»

Der Sommer ist für sie eine Challenge, der sie sich gerne stellt. Die richtige Ausrüstung dafür lagert seit ihrem letzten Trip in die Kalahari-Wüste in ihrem Keller. Dazu gehört ein ausgeklügeltes Trinksystem, schweissabsorbierende und gleichzeitig kühlende Funktionskleidung und Kühlpads für ihre Teva-Sandalen. Um der stärksten Sonneneinstrahlung auszuweichen fährt sie schon morgens um fünf ins Büro, natürlich erst, nachdem sie im See oder Fluss ihren Kilometer geschwommen ist.

  • Outfit: hochfunktional und teuer
  • Liebstes Accessoire: Würden es im Büro nicht doch etwas gar seltsam aussehen, sie würde ihr Schesch (Turbantuch) auch zum Arbeiten tragen.
  • Natürliches Habitat: Outdoor-Shop oder auf einem Dromedar in der Wüste

Die Blasse

Typischer Spruch: «Ist das auf meinem Arm schon ein Sonnenbrand?»

Die Sonne ist der natürlicher Feind der Blassen. Der Sommer ist für sie keine Jahreszeit, sondern ein Risiko. Am liebsten würde sie tagsüber das Haus gar nicht erst verlassen. Weil das nicht geht (sie ist blass, aber nicht asozial), schleicht sie mit Hut, Schirm und Sonnenbrille schattigen Hausmauern entlang. Sonnencreme trägt sie das ganze Jahr auf: «UV-Strahlen dringen auch durch die Wolken». Sie neigt dazu kleine Kinder und ältere Mitmenschen aus der Sonne in den Schatten zu zerren und dort mit Sonnencreme zu bedrängen. «Man muss den Schutz alle zwei Stunden erneuern.» Gerne weist sie auch ungefragt darauf hin, dass die meisten Sonnenschirme nur rund 50 Prozent der UV-Strahlung filterten. Natürlich hat sie mit alldem recht – es nervt trotzdem.

  • Outfit: Lange Hosen und langärmliges Shirt aus Stoffen mit UV-Filtern
  • Liebstes Accessoire: Sonnencremes für alle Köperteile und Lebenslage und ein breitkrempiger Hut
  • Natürliches Habitat: Drinnen

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