Die Welt der Gambenmusik entdecken mit Marin Marais

BERG SG. «La Rêveuse» oder «L'Arabesque» heissen seine Stücke, «Grand Ballet», «Fête Champêtre»: Eine ganze Welt tut sich auf in der Musik des Franzosen Marin Marais (1656–1728) für sein Instrument – die Viola da Gamba.

Bettina Kugler
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BERG SG. «La Rêveuse» oder «L'Arabesque» heissen seine Stücke, «Grand Ballet», «Fête Champêtre»: Eine ganze Welt tut sich auf in der Musik des Franzosen Marin Marais (1656–1728) für sein Instrument – die Viola da Gamba.

Marais trat im Alter von 23 Jahren in den Dienst des Sonnenkönigs Ludwig XIV. ein und zählte zu den bedeutendsten Musikern am Hof. Wie berührend sein Gambenspiel war, mit welcher Künstlerpersönlichkeit es sich verband, davon erzählte 1991 der französische Kinofilm «Tous les matins du monde» («Die siebente Saite»), für den Jordi Savall den Soundtrack interpretierte.

Gesamteinspielung geplant

Der Franzose François Joubert-Caillet, Absolvent der Schola Cantorum Basiliensis, wie alle Künstler der Konzertreihe für Alte Musik im Schloss Kleiner Hahnberg, wird in den nächsten Jahren Marais' Gesamtwerk für Gambe auf mehr als 20 CDs einspielen. Eine Auswahl der schönsten Stücke bringt Joubert am 6. Juni gemeinsam mit der Cembalistin Alexandra Ivanova mit nach Berg: nach wie vor eine Erkundung auf wenig erschlossenem musikalischen Terrain.

Jedes ein Schmuckstück

Fünf Bücher mit insgesamt 6000 Stücken hat Marin Marais hinterlassen: sowohl Tanzsuiten als auch Charakterstücke. «Marais wiederholt sich nie», ist Joubert überzeugt, «er verleiht jedem seiner Werke eine eigene Identität und schafft in jedem Stück ein Schmuckstück der musikalisch-rhetorischen Perfektion, Eleganz und Poesie.»

Sa, 6.6., 16 Uhr, Schloss Kleiner Hahnberg. Platzreservation unter bamert.hahnberg@bluewin.ch oder 071 455 14 42.