Die Tragödie des Königs Ödipus von Sophokles

Das im Jahr 2003 gegründete Theater «Nischenzeit», dem Verein Arte profundis angegliedert, will mit seinen Produktionen einen Kontrapunkt setzen zum virtuellen Schnelllebigen und ein Theater des Hörens schaffen. Der Regisseur Thomas S.

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Das im Jahr 2003 gegründete Theater «Nischenzeit», dem Verein Arte profundis angegliedert, will mit seinen Produktionen einen Kontrapunkt setzen zum virtuellen Schnelllebigen und ein Theater des Hörens schaffen. Der Regisseur Thomas S. Ott, der sich seit Jahren der Vertiefung der gesprochenen Dichtung widmet, hat sich für dieses Anliegen den antiken Text von Sophokles vorgenommen. In der konsequenten Reduktion von Raum und Requisiten stellen sich fünf Schauspielerinnen und Schauspieler, darunter die Trägerin des deutschen Filmpreises, Adelheid Arndt, ganz in den Dienst des wortgewaltigen Werks.

Das Stück aus der griechischen Mythologie erzählt die Geschichte des Herrschers Ödipus. Die Inszenierung legt inhaltlich den Schwerpunkt auf zwischenmenschliche Übergriffe, deren «Urvater» Ödipus geradezu ist: Er erschlägt unwissentlich seinen Vater und schläft mit seiner Mutter. Die Übertritte geschehen jedoch nicht nur in Form des Vatermordes und von Inzest, sondern auch im Umgang mit anderen Menschen und der Unerbittlichkeit gegenüber sich selbst, wenn er sich am Ende selbst verstümmelt. (pd/bsg)

Offene Kirche St. Gallen, 1. und 2. April, 20 Uhr

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