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Hörbar Pop: Kleine farbige Monster

Die Dirty Projectors finden auf ihrem neuen Album zur Lockerheit zurück und Future zeigt andern Rappern ihre Grenzen auf.
Michael Graber

Die Sonne ist wieder aufgegangen

Vor einem Jahr war David Long­streth noch kräftig am Hadern. Die Trennung von Amber Coffman machte ihm hörbar zu schaffen. Mit Coffmann teilte er neben Bett auch Studio und sie war, zumindest zeitweise, Teil der Dirty Projectors. Die Trennung scheint nicht sonderlich im Guten vonstatten gegangen zu sein. Die Musik, die aus diesen Gefühlen entstanden ist, war verdüstert und verkopft. Jetzt hat Longstreth seine Lockerheit wieder gefunden. Auf «Lamp Lit Prose» kehrt er zu seinem Indie-Folk zurück, den er mit allerlei schrägen Ideen würzt. Und dann noch mit einer Glasur aus guter Laune überzieht.

War die letzte Platte noch ein Valium, ist die neue CD eine jener farbigen Pillen, die gerüchteweise an Techno-Partys herumgeboten werden. Dementsprechend wuchern die Songs zu kleinen farbigen Monstern aus. Schlurfende Gitarren treffen auf brummig verbremste Synthies und scheppernde Bläser. All diese Wucht erdrückt die Songs aber nicht, sondern lässt sie wachsen. Dazu hat alles eine schöne Leichtigkeit, ohne dabei egal zu sein. Eine schön-schräge Sommerplatte.

Dirty Projectors: Lamp Lit Prose (Domino/Irsacible)

Ein grossartiges Album, live eingespielt

Bei einem Streifzug durch das musikalische Sommerloch fallen einem immer wieder kleine Perlen vor die Füsse. So etwa die Live-CD von The National. Die Band um Matt Berninger hat in Brüssel ihr vielleicht bestes Album «The Boxer» am Stück in voller Länge gespielt. Jeder einzelne Song ist grossartig und voller Wärme. Ganz ans Herz geht die Platte aber doch nicht – ein gutes Konzert ist keine Garantie für eine gute Live-CD. Wir hören fast lieber das Original und warten auf Schweizer Konzertdaten.

The National: Boxer – Live In Brussels (Beggars, Indigo)

Das Flow-Ungeheuer zeigt Grenzen auf

Er nuschelt noch immer, dieser Future. Aber mal ehrlich: Verstehen muss man dieses Flow-Ungeheuer nicht. Diesmal walzt er sich durch neun sehr okaye Tracks. Und zeigt mal kurz auf, was vielen anderen Rappern noch fehlt, um in seiner Liga zu spielen.

Future: Beastmode 2 (Epic)

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