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Die Revolution aus grosser Nähe

Lesbar Geschichte

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Michael Appel Die letzte Nacht der Monarchie, dtv, 383 S., Fr. 43.–

Wie und wo hat das alles angefangen, was später zum Nationalsozialismus führt? Michael Appels Antwort ist klar: 1918 und 1919 in München, wo zuerst die Monarchie stürzt, dann eine Räterepublik installiert und blutig niedergeschlagen wird. Und in der Mitte ein junger Kriegsheimkehrer: Adolf Hitler. Doch Appel schreibt nicht einfach ein Geschichtsbuch. Er fächert die Realität auf, beschreibt die Ereignisse aus der Optik jener, die Tagebuch geführt haben. So erleben wir die Zeit aus grosser Nähe.

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Peter Strasser Spenglers Visionen, Braumüller, 127 S., Fr. 28.–

Eine Warnung vor dem Ungeist

1918 erscheint der erste Teil eines Werks, das trotz seines Umfangs von 1200 Seiten rasch zum Bestseller wird. Oswald Spenglers «Untergang des Abendlandes» findet bis heute Bewunderer, oft in rechtsextremen Kreisen. Die Welt werde in einen neuen Cäsarismus einmünden, argumentiert Spengler, und kündigt eine Raubtierethik an, die dann tatsächlich obsiegt (auch wenn Spengler die Nazis nicht mag). Seine Verachtung von Demokratie und Liberalismus ist, leider, wieder modern – und Peter Strassers Beschreibung der Karriere dieses Buches deshalb auch eine Warnung vor dem Ungeist.

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Niels Penke Jünger und die Folgen, J. B. Metzler, 168 S., Fr. 30.–

Ein Mann mit zwei Gesichtern

103 Jahre alt ist Ernst Jünger 1998 gestorben. Er hat fast ein ganzes Jahrhundert in seinen Schriften aufgesogen. Angefangen mit «In Stahlgewittern», dem Bericht aus dem Ersten Weltkrieg, der ihm auch die Achtung der Nazis eingetragen hat. Niels Penke verfolgt den Weg dieses aussergewöhnlichen Mannes, kalt, elitär und nationalistisch zu Beginn, mild und empathisch nach der zweiten grossen Katastrophe des Krieges. Und er erklärt, warum Jünger bis heute ein so vielgestaltiges Echo gefunden hat.

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