Die Frage an Hugh Grant

Es ist eine der amüsantesten Schilderungen davon, wie ein sogenanntes «Pressjunket» mit Filmstars abläuft. In der Komödie «Notting Hill» gibt sich ein Buchhändler (Hugh Grant) als Journalist des Magazins «Horse & Hound» aus, um mit dem Star (Julia Roberts) zu reden.

Andreas Stock
Drucken
Teilen

Es ist eine der amüsantesten Schilderungen davon, wie ein sogenanntes «Pressjunket» mit Filmstars abläuft. In der Komödie «Notting Hill» gibt sich ein Buchhändler (Hugh Grant) als Journalist des Magazins «Horse & Hound» aus, um mit dem Star (Julia Roberts) zu reden. Wenn Hugh Grant heute am Zurich Film Festival mit dem «Golden Icon Award» ausgezeichnet wird, sitzt der Brite zuvor bei solchen Interviewterminen mit unterschiedlichsten Medienvertretern zusammen. Und er wird gewiss das eine oder andere Mal auf «Notting Hill» angesprochen werden. Nun ist die berühmte Szene aus dem Jahr 1999 – und Grant musste darauf sicher schon ermüdend oft antworten.

Auch viele weitere prominente Gäste, die am ZFF Interviews geben, sind seit Tagen oder gar Wochen auf Promotour für ihre Filme und stehen Red und Antwort. Regisseur Oliver Stone und Schauspieler Joseph Gordon-Levitt waren für «Snowden» unter anderem in England, Deutschland und am Filmfestival San Sebastian. In den zehn bis zwanzig Minuten, die pro Interviewtermin jeweils zur Verfügung stehen, hören die Filmschaffenden naturgemäss dieselben Fragen immer wieder. Wenn das Interview noch in einer Fünfer- oder gar Zehnergruppe stattfindet, ist ein originelles Gespräch noch schwieriger. Dafür kann man die Befragten ein wenig bedauern. Die grossen Profis freilich beherrschen die Kunst, ihren Interviewern das Gefühl zu geben, sie seien die ersten, die diese Fragen stellen.