Die Flüchtlingskonferenz

LESBAR ZEITSCHRIFT

Rolf App
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Bild: Rolf App

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Im Jahr 1938 sind 260 000 Menschen vor Hitler auf der Flucht, der Grossteil von ihnen Juden. US-Präsident Roosevelt möchte die Quoten erhöhen, sein Vizepräsident widerspricht. Nicht nur sind in den USA viele arbeitslos. Auch der Antisemitismus grassiert. Ein Viertel der Bevölkerung glaubt, es gehe Deutschland besser als mit den Juden. Das ist die Lage, als Roosevelt jene internationale Konferenz anregt, die für eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge sorgen soll, und über die «NZZ Geschichte» berichtet. 32 Länder nehmen teil, 31 erklären am neuntägigen Redemarathon, leider sehe man sich ausserstande, Flüchtlinge aufzunehmen. Einzig die Dominikanische Republik hätte Platz, dort sucht der Diktator Landwirte weisser Hautfarbe. Besonders unverblümt äussert sich der australische Delegierte: «Wir haben kein Rassenproblem», sagt er. «Und wir sind auch nicht daran interessiert, eines zu importieren.»

NZZ Geschichte Juli 2016

Konflikt statt Harmonie

So viel Harmoniestreben wie heute war selten, erklärt «Psychologie heute» – und fragt, ob das denn gut sei. Denn was wir als Kinder lernen und was auch eine christliche Ethik uns lehrt, kann das eigene Wohlbefinden und die eigene Entwicklung auch behindern. Wie aber geht man Konflikte gut an? Auch dazu gibt die Zeitschrift Rat. Man solle bei der Kritik «mit dem Positiven beginnen» und dann zuerst die eigene Wahrnehmung vermitteln. Wichtig sei auch, dass man sehr konkret sage, was einen störe. Und das Gegenüber antworten lasse. Schliesslich: «Finden Sie einen positiven Abschluss.» Die Alternative heisst deshalb nicht Harmonie oder Konflikt – sondern, ob man einen Konflikt auf verträgliche Weise angehe.

Psychologie heute Juli 2016

Die DNA-Tätersuche

Das Verbrechen wird kaum auszurotten sein. Aber mit Hilfe des DNA-Profils wird es immer öfter gelingen, Täter mit den Mitteln moderner Wissenschaft zu überführen. Was die Forensik kann – und woran sie arbeitet –, das ist Thema der Juli-Ausgabe von «National Geographic». Bereits gelingt es zuverlässig, die bio-geographische Herkunft eines Menschen mittels DNA einzugrenzen. Auch Haar- und Augenfarbe können immer genauer bestimmt werden. DNA-basierte Gesichtsrekonstruktionen sind im Kommen, aber unsicher.

National Geographic Juli 2016

Bild: Rolf App

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