Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Filmfestival in Sursee: Die einen wollen, die anderen müssen reisen

Zum achten Mal öffnet der Kinoclub Sursee den Blick auf die Schönheit ferner Länder. Und weckt ­Verständnis und Empathie für fremde Kulturen und sozial schwächer Gestellte.

Kinoclubs haben sich ihren Idealismus bewahrt. Studiofilm Altdorf, Fliz – die FilmliebhaberInnen Zug – und der Kinoclub Sursee lassen sich bei der Auswahl der Filme nicht von kommerziellen Interessen leiten, sondern die Werke müssen den qualitativen, künstlerischen und thematischen Ansprüchen der Mitglieder genügen.

Einmal im Jahr feiert der Kinoclub Sursee, der seine Vorstellungen jeweils im Kino im Stadttheater Sursee abhält, sein Bestehen mit einem Filmfestival. Die achte Ausgabe verspricht «aussergewöhnliche Reisen in andere Kinodimensionen» in Form von sechzehn Filmen aus der jüngsten Kinogeschichte. Die Veranstalter nehmen es gleich vorweg: Sie würden den Besuchern «einiges zumuten, auch zumuten können». Da gibt es zwar die Reisefilme «Bis ans Ende der Träume» (3.11., 20.30) über die Schweizer Schriftstellerin und Journalistin Katharina von Arx (Regisseur Wilfried Meichtry ist zum Gespräch anwesend) und den Kinoliebling «Weit – ein Weg um die Welt» (4.11., 10.30), der dreizehn Wochen im Bourbaki lief. Der andere Zugang zum Thema «Reisen in ferne Länder und Kulturen» findet über das Thema Migration statt.

Schweres bis ­ tendenziell Heiteres

Die Welle von Dokumentar- und Spielfilmen über Flüchtlinge, Arbeitsmigration, Abwanderung, Ausnutzung und Ausgrenzung von sozial schwächer Gestellten in einer globalisierten Gesellschaft reisst nicht ab. Und das ist oft harte, oft aber auch lohnenswerte Kost. Markus Imhoof wählte für «Eldorado» (31.10., 20.30) einen sehr persönlichen Ansatz und kommt zum Publikumsgespräch nach Sursee. Der Spielfilm «Styx» (1.11., 10.30) veranschaulicht anhand eines sehr realistischen Szenarios die Ohnmacht des Einzelnen angesichts des Unvermögens der Gemeinschaft. «Ága» (Vorpremiere: 1.11., 14.00) über ein altes Nomadenpaar in Sibirien oder der israelische «Foxtrot» (3.11., 14.00) sind ansatzweise heiter, so auch der palästinensische «Wajib» (1.11., 16.00) über eine Vater-Sohn-Reise. «Machines» (2.11., 14.00) und «Taste Of Cement» (4.11., 14.00) sind sehr filmische, preisgekrönte Dokumentarfilme über die Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft.

Viele der am «festival sursee» gezeigten Filme liefen in Luzern im Stattkino. Das einzige Studiofilmkino in der Region ging ursprünglich auch aus einem Filmklub hervor. (reg)

«festival sursee», 31. Oktober bis 4. November 2018, Kino im Stadttheater Sursee, ganzes Programm: www.kinoclub.ch; Ausstellung «Ella Maillart – Unsterbliches Blau» im Atrium des Stadthofes.

«festival sursee», 31. Oktober bis 4. November, Kino im Stadttheater Sursee, ganzes Programm: www.kinoclub.ch; Ausstellung «Ella Maillart – Unsterbliches Blau» im Atrium des Stadthofes.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.