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Der tote Spitzenkoch hinter dem Paravent

Lesbar Krimi

Rex Stout Zu viele Köche, Klett-Cotta, 340 S., Fr. 19.90

Man muss diese Detektive und Kommissare vom alten Schrot und Korn sehr mögen, die sich noch nicht auf eine ausgeklügelte Spurensicherung samt DNA-Analyse stützen können. Die stattdessen auf ihre eigene Kombinationsgabe angewiesen sind, wenn sie einen Fall lösen müssen. Unter diesen Männern ist Nero Wolfe ein besonders exzentrisches Exemplar. Das Geschöpf des 1975 verstorbenen Rex Stout verlangt exorbitante Honorare für die Nutzung seines Scharfsinns. Die eigentliche Ermittlungsarbeit verrichtet sein Sekretär Archie Goodwin, denn der stark übergewichtige Wolfe bewegt sich nur ungern vom Fleck. Selten nur macht er eine Ausnahme, wie hier, im 1938 erstmals erschienen und jetzt neu aufgelegten Kriminalroman «Zu viele Köche». Da reist der leiden- schaftliche Gourmet für ein Treffen von Spitzenköchen sogar in die USA, und prompt wird eine dieser Koryphäen während einer Blindverkostung hinter einem Paravent erstochen. Mit einem Tranchiermesser, wie sich das gehört. So muss Wolfe denn das Besteck beiseite legen, und wie immer achtet er auf jedes Detail in all den Erzählungen, die ihm jetzt aufgetischt werden.

Ross Macdonald Unterwegs im Leichenwagen, Diogenes, 418 S., Fr. 19.90

Lew Archer lässt sich nicht täuschen

Privatdetektiv Lew Archer hat es seinem neuen Kunden geschworen: Er wird in alle Richtungen ermitteln und nicht nur Be-, sondern auch Entlastendes zusammentragen. Was diesem Auftraggeber, Colonel Blackwell, nicht sonderlich gefällt. Mit Grund, wie sich zeigen wird. Denn aus dem Auftrag, dem unerwünschten Verehrer von Blackwells ebenso behüteter wie geliebter Tochter nachzuforschen, entwickelt sich eine veritable Mordermittlung. Mehrmals hat man als Leser den Eindruck, alles sei klar und Archer am Ziel – und täuscht sich doch. Lakonisch-knapp entwirrt der 1983 verstorbene Macdonald die verwickelte Geschichte, die jetzt in einer Neuübersetzung vorliegt. Im Nachwort gesteht Macdonalds Nachfahrin Donna Leon, dass die Lektüre dieses Klassikers ihr auch Neidgefühle verursache. Denn hier paarten sich gelungene Formulierungen mit kunstvoller Handlungsführung. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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