Der Solothurner Geist lebt

Bundesrat Alain Berset wird am Donnerstag die 50. Solothurner Filmtage eröffnen. Die Schweizer Werkschau blickt zum Jubiläum auf seine Geschichte zurück – und bietet weiterhin jungen, frischen Talenten eine Plattform.

Andreas Stock
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Wenig hat sich verändert: Besucher der 20. Solothurner Filmtage 1985. (Bild: ky)

Wenig hat sich verändert: Besucher der 20. Solothurner Filmtage 1985. (Bild: ky)

SOLOTHURN. Seit einem halben Jahrhundert gibt es die Solothurner Filmtage. Entstanden ist die Werkschau des Schweizer Films aus einer Unzufriedenheit heraus. Damals gab es für aufmüpfige, unkonventionelle Schweizer Filme kaum eine Möglichkeit, ein grösseres Publikum zu erreichen. Es gab keine Filmförderung, keine filmspezifischen Ausbildungsstätten und kaum Verleiher, die sich dem Schweizer Film widmeten. Eine Handvoll Unzufriedene und der damalige Solothurner Filmclub luden darum im Januar 1966 zu einer Wochenendtagung unter dem Titel «Schweizer Film – heute». Die deklarierte «Stunde Null» von Solothurn bedeutete einen radikalen Bruch mit dem bisherigen Filmschaffen. Und es war aber die Geburtsstunde der «Solothurner Filmtage», wie sie bereits im Jahr darauf genannt wurden.

Wenn eine Woche lang in Solothurn wieder rund 200 Produktionen zu sehen sind, dann versteht sich diese Auswahl wie all die Jahre zuvor als eine repräsentative Auswahl dessen, was in der Schweiz aktuell von erfahrenen, aber vor allem auch jungen Filmschaffenden geboten wird. Neben den Filmen gehört zum Geist von Solothurn die Begegnung von Filmschaffenden und Publikum – und die Diskussion darüber, was der Schweizer Film ist oder sein soll.

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