Der Sen-Index

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Bei all den Geldgeschichten: Was ist mit denen, die es nicht haben? Das erforscht der Wirtschaftswissenschafter Amartya Sen. Der Inder erlebte in seiner Heimat brutale, aus der Armut resultierende Gewalt und begann, die Zusammenhänge zwischen sozialen Chancen und ökonomischer und politischer Freiheit zu untersuchen. Bald stellte er fest, dass nicht ungerechte Verteilung von Gütern, sondern vor allem auch Mangel an Möglich- und Fähigkeiten den Zustand der Armut zementiert. Der Sen-Index, ein Ungleichheitsmass, wurde nach ihm benannt. Ebenso geht das Einrichten des Index der menschlichen Entwicklung auf seinen Vorschlag zurück, den das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen seit 1990 regelmässig aktualisiert herausgibt. (vhe)