Der Rhythmus wird sichtbar

Zu den St. Galler Festspielen gehört seit Jahren auch eine Tanzproduktion. Diesmal präsentiert Marco Santi, künstlerischer Leiter der St. Galler Tanzkompagnie und der Theatertanzschule, das Stück «Impronte», das morgen in der Kirche St. Laurenzen Premiere feiert.

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22.05.13; St. Gallen: Der Trommler Heinz Lieb aus Kreuzlingen uebt zusammen mit der Taenzerin Emma auf der Probebuehne des Theater St. Gallen. (TAGBLATT/Luca Linder) (Bild: Luca Linder)

22.05.13; St. Gallen: Der Trommler Heinz Lieb aus Kreuzlingen uebt zusammen mit der Taenzerin Emma auf der Probebuehne des Theater St. Gallen. (TAGBLATT/Luca Linder) (Bild: Luca Linder)

Zu den St. Galler Festspielen gehört seit Jahren auch eine Tanzproduktion. Diesmal präsentiert Marco Santi, künstlerischer Leiter der St. Galler Tanzkompagnie und der Theatertanzschule, das Stück «Impronte», das morgen in der Kirche St. Laurenzen Premiere feiert. Die Musik zum Stück stammt von Heinz Lieb (Bild). Der in St. Gallen beheimatete Schlagzeuger gilt als einer der innovativsten Trommelkünstler Europas. Für «Impronte» hat Lieb intensiv mit den Tänzerinnen und Tänzern geprobt und seine bestehenden Kompositionen immer wieder auf deren Tanzbewegungen abgestimmt. Denn auf der Bühne der Laurenzenkirche sollen die Bewegungen und das Spielen der Schlaginstrumente fliessend ineinander übergehen. Der den Ablauf dominierende Rhythmus wird sichtbar gemacht, indem er unmittelbar in Bewegung übergeht. Heinz Lieb verbindet in seiner Musik für die Aufführung zwei Traditionen sakraler Musik in der Form eines musikalischen Dialogs zwischen Orgel und Taiko, einer Trommel aus dem asiatischen Raum, die in verschiedenen rituellen Zusammenhängen zum Einsatz kam. Mit dem Titel «Impronte» verweist Choreograph Marco Santi auf die Spuren des Lebens, die man in der Welt hinterlässt und die im Tanzstück gestisch und tänzerisch thematisiert werden. (pd/rbe)

Morgen Mi, Kirche St. Laurenzen, 21 Uhr