Der Mann mit der Mütze

Ernst Fuchs' Leben war ähnlich bunt und manchmal grell wie sein Schaffen. Gestern ist der Künstler 85jährig in einem Wiener Spital gestorben.

Matthias Röder/dpa
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Ernst Fuchs im Jahr 2005. (Bild: EPA/Roland Schlager)

Ernst Fuchs im Jahr 2005. (Bild: EPA/Roland Schlager)

Er malte und zeichnete wie in Trance, tauchte tief ein in die Welt der Phantasie und kannte kaum Grenzen in seinem künstlerischen Schaffen. Ernst Fuchs war Maler, Bildhauer, Architekt, Komponist, Autor, Philosoph, Bühnenbildner, Grafiker und Visionär – mit einem Wort «Universal-Künstler».

Zusammen mit Hundertwasser

«Erkenntnisse suchen mich heim, die zu finden ich gar nicht gehofft hatte», schrieb er über sein von Religion und Mythos geprägtes Werk. Als Mitbegründer der «Wiener Schule des Phantastischen Realismus» wurde Fuchs international bekannt. Er war zusammen mit Friedensreich Hundertwasser einer der prominentesten österreichischen Nachkriegskünstler.

15 oder 16 Kinder?

Im Alter von 85 Jahren ist der «Mann mit der Mütze» – die selbstentworfenen Brokat-Kappen waren sein Markenzeichen – gestern gestorben. Das bestätigte die Direktorin des Ernst-Fuchs-Museums. Der Exzentriker war Vater von 16 Kindern – laut Mitteilung der Familie sind es aber «nur» 15. Seine Vorbilder waren Egon Schiele, Gustav Klimt und Pablo Picasso.